Jahresempfang strotzt vor Optimismus

Viele ehrenamtlich tätige Jugendliche und Erwachsene wurden beim Jahresempfang ausgezeichnet.

WERDOHL ▪ Die Stimmung beim Jahresempfang Sonntagmittag im Festsaal Riesei strotzte nur so vor Optimismus, Bürgermeister Griebsch hielt eine selbstbewusste und in die ganz nahe Zukunft weisende Rede.

Mehrere hundert Gäste verliehen dem Jahresempfang eine großartige Kulisse und sorgten für einen würdigen Rahmen bei den Ehrungen. Während der Empfang im vergangenen Jahr mehr von der Hoffnung getragen gewesen sei, so Griebsch, könne er jetzt eine positive Bilanz ziehen.

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Jahresempfang 2011 im Festsaal

Die größte Bedeutung habe jedoch die grundsätzliche Anerkennung des Stadtumbauprojektes. Bis 2015 werde sich die Stadt verändern, rund 4,2 Millionen Euro an Zuschüssen würden dazu beitragen. Die Regionale bringe ergänzende Maßnahmen zum Stadtumbau, am Lenneufer beim Vier Jahreszeiten könne ein Platz von überregionaler Bedeutung entstehen.

Wirtschaftlich gehe es insgesamt wieder bergauf, trotz des Niedergangs bei ThyssenKrupp Bilstein nehme die Wirtschaft Fahrt auf. Griebsch dankte den Werdohler Arbeitgebern für ihr umsichtiges und verantwortliches Handeln während der Krise. Drei Unternehmen investierten gerade in Millionenhöhe. Ein „Skandal“ sei es, dass die Bundesregierung den Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke ausgesetzt habe. Eine wirtschaftlich starke Region solle „abgeklemmt“ werden. Griebsch plädierte in vielen Bereichen zur interkommunalen Zusammenarbeit, der demografische Wandel mache dies erforderlich. Griebsch: „Gesunder Wettbewerb ja, Kirchturmdenken nein.“

Spannend werde es mit dem leer stehenden Marktgebäude auf der Insel in diesem Jahr: Der Rat müsse entscheiden, welche Art von Handel es dort geben solle. Eine generelle Schul-Debatte werde durch den Schülerzahlenrückgang nötig. In allen ausstehenden Fragen der Schullandschaft mahnte Griebsch ein besonnenes Vorgehen an: „Besonnenheit vor Schnelligkeit.“ Um den Ahe-Hammer bemühten sich Werdohl und Herscheid gemeinsam unter Einbeziehung beider Heimatvereine, sagte Griebsch in Absprache mit seinem Herscheider Amtskollegen Uwe Schmalenbach.

Wie im Vorjahr hatten zwölf als Glückssymbole bekleidete Kinder allen Gästen des Empfangs einen Glückskeks geschenkt. Nach Liedvorträgen von Sara Kostosiak und der Ehrung des ersten neugeborenen Werdohler Babys begrüßte Griebsch die Ehrengäste des Tages und verwies auf die Stände im hinteren Teil des Saals. Alle Verkaufsaktionen liefen zugunsten der Bahnhofsstiftung. Das Architekturbüro Fiebig zeigte Bilder, wie der bald sanierte Bahnhof in Zukunft aussehen kann. Die Gäste konnten sich an einer Meinungsumfrage zum Farbkonzept des Gebäudes beteiligen. Für Frische und Schwung sorgte der Werdohler Shanty-Chor mit vier Liedern, die zum Teil begeistert beklatscht wurden.

Gewürdigt wurden fünf Erwachsene und eine Gruppe für ihren ehrenamtlichen Einsatz: Die Helferinnen der Awo-Kleiderkammer in Kleinhammer Margret Ormeloh, Helga Eckhardt, Anneliese Schulte, Waltraud Manthey, Inge Oehlers und Christine Wilm bekamen den Gruppenpreis. Lieselotte Büsing wurde für ihre Engagement beim Sozialverband geehrt, Elisabeth Wolf als Seniorentreff-Leiterin der Versetaler Schützen und als Stadtteil-Oma in Eveking, Käthe Dohle für ihren Einsatz für das Ehepaar Sieg, Georg Tausch als Leiter des Jugendblasorchesters sowie Klaus Piekarski für seine 50-jährige Tätigkeit im DRK.

Die Würdigung ehrenamtliche tätiger Jugendlicher ging an die Sternsinger-Gruppe der katholischen Kirchengemeinden unter Leitung von Ulla Schlotmann. Fabian Hahn als ehemaliger Schüler der Realschule wurde ausgezeichnet, weil er sich um das Medienmanagement bei der Schule und bei Werdohler Vereinen verdient gemacht hat. Sonderpreise an ausgewählte Haus- und Gartenbesitzer gingen an die Eheleute Trappe (Haustür Bahnhofstraße 25), Andrea Ferrara (Gartengestaltung Versevörde) Familie Bayram (Dekoration Haus und Hof Neustadtstraße 5) sowie an die Eheleute Gogolin (Fassade Haus Freiheitstraße 3.)

Volker Heyn

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