30 Jahre alt und unverheiratet: Tierschützerin muss fegen

WERDOHL ▪ Wer 30 Jahre alt und noch nicht verheiratet ist, muss die Rathaustreppe fegen. So zumindest verlangt es der Brauch.

Von Rainer Kanbach

Solcherlei Schinderei muss zwar heutzutage nicht mehr jeder über sich ergehen lassen, aber Saskia Czaikowski, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Werdohl-Neuenrade, hat es getroffen. Und damit es „richtig was zu fegen“ gab, hatten Freunde und Verwandte dafür gesorgt, dass die Treppe am Rathaus-Portal am Sonntagnachmittag weiß war vor lauter Papierschnipseln.

Eigentlich sollte die Aktion ja eine Überraschung sein, doch irgendjemand aus dem Umfeld hatte sich wohl verplappert, so dass die Tierschützerin zumindest halbwegs vorbereitet war. Vor Ort jedoch verschlug es ihr doch ein wenig die Sprache, denn sie bekam reichlich zu tun, und der Wind war dabei nicht unbedingt ihr Verbündeter.

Schlaue Kommentare und halbherzige Anfeuerungsrufe sorgten für wahre Stimmung, und Jan Kaufmann als künftiger Gatte der Neu-Dreißigerin schaute sich gut an, wie die Dame seines Herzens mit Besen und Schaufel umgehen konnte. Den ebenfalls traditionellen Kuss, mit dem das Geburtstagskind „erlöst“ werden sollte, gab’s freilich nicht vom Herzbuben: Ein Mann der Feuerwehr war der „Retter“ – wenngleich: Zu Ende fegen musste Saskia Czaikowski dann doch noch ganz alleine.

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