20 Jahre Liederschlag im „Kulturbahnhof“

Das Musik-Kabarett Liederschlag kommt ins Kleine Kulturforum.

Werdohl - „Im Westen viel Neues – Der 1. Weltkrieg: Dichter gegen den Wahnsinn dieses Krieges“ heißt die Veranstaltung, die das Musik-Kabarett Liederschlag am kommenden Sonntag, 1. Juni, von 11.30 bis 13.30 Uhr im Kleinen Kulturforum im „Kulturbahnhof“ aufführen wird.

Zur Gruppe Liederschlag gehören Karin Titz (Regie, Gesang, Perkussion), Max Erben (Programmkonzeption, Gesang, Gitarre) und Gerhard Lewandowski (Vertonungen, Keyboard, Gitarre, Akkordeon).

Sie führen eine Collage von Texten, Dokumenten und Liedern auf, die an den Ausbruch der europäischen Katastrophe vor 100 Jahren erinnern soll. Die Karten für die Veranstaltung kosten sechs Euro und sind im Vorverkauf bei JungOptik an der Freiheitstraße erhältlich.

In der Ankündigung heißt es: Als der 1. Weltkrieg ausbrach, liefen tausende junge Männer mit Hurra-Geschrei in den Kampf und ließen ihr Leben im Bewusstsein eines heroischen Opfers auf den Feldern von Langemarck. Auch diejenigen, die nicht begeistert schrien, wurden eingezogen. Zu der Generation der jungen Männer gehörten Kästner, Mehring, Mühsam, Remarque, Klabund, Toller und Tucholsky.

Sie alle haben ihre Kriegserlebnisse literarisch verarbeitet. „Im Westen viel Neues“ zeigt unter anderem die schrankenlose Begeisterung in Aufrufen und Feldpostbriefen gegenüber dem Protest gegen den Krieg. Außerdem gehe es um die Reformbewegungen am Anfang des Jahrhunderts, den Widerstand der politischen Linken, parodistische Verse und Lieder der einfachen Soldaten und einen Ausblick, ob dieser Krieg der letzte sei.

Liederschlag präsentiert seit 1983 das Musik-Kabarett auf deutschen Kleinkunstbühnen sowie bei Auftritten in Funk und Fernsehen. 15 unterschiedliche Programme wurden bisher auf die Bühne gebracht: Mal waren umfangreiche Kostüme und Requisiten erforderlich, mal lag der Schwerpunkt auf den musikalisch ausgefeilten Arrangements, mal war es die Textfülle, die einen intellektuellen Schwerpunkt setzte.

Mehr als zwei Jahrzehnte Liederschlag heiße, 20 Jahre lang gemeinsam Ideen zu entwickeln, zu planen und zu Auftritten zu reisen, für die unzählige Male geprobt wurde. Zwei Jahrzehnte Liederschlag heiße auch, sich 20 Jahre lang in immer wechselnde Themen und Biographien einzuarbeiten, in eine Fülle von Fakten, Dokumenten und Bücher. Es heiße vor allen Dingen, 20 Jahre lang mit hoher Sensibilität mit Worten und Musik umzugehen, mit Dichtern und Schriftstellern der deutschen Sprache, deren Werke eine angemessene musikalische Form bekommen sollten.

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