40 Jahre MK: Festakt und Konzert

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Das Publikum bekam im Rahmen des Festaktes eine interessante Talkrunde präsentiert, an der auch Fredi Camminadi (rechts) und Klaus Peter Sasse teilnahmen.

Werdohl - Neujahr 1975 – ein bedeutendes Gesetz trat damals in Kraft. Vor vier Jahrzehnten wurde die Gliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraums Sauerland-Paderborn neu geregelt und der Märkische Kreis feierte seine Geburtsstunde. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens fand am Sonntagabend ein Festakt im Festsaal des Schulzentrums am Werdohler Riesei statt – inklusive eines Konzerts des Märkischen Jugendsinfonieorchesters.

Als eine spannende Region bezeichnete der amtierende Landrat Thomas Gemke in seiner Ansprache den Kreis im Südwestfälischen und traf damit den Kern der Sache. Das wurde im Laufe des offiziellen Teils der Feierlichkeit deutlich, denn sowohl Gemke als auch die anderen Redner schienen die Region mit ihren 15 Städten und Gemeinden zu lieben.

Der 27. September 1974 spielt im Leben der Menschen von Meinerzhagen im Süden bis Iserlohn im Norden, und von Halver im Westen bis nach Balve im Osten eine wichtige Rolle. Damals verkündete Dr. Wilhelm Lenz in seiner Funktion als Präsident des NRW-Landtags, dass das Gesetz zur Neuregelung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Sauerland-Paderborn in dritter Lesung angenommen worden sei. Am 1. Januar 1975 trat das Gesetz in Kraft und seitdem sind die 15 Städte und Gemeinden der Region als Märkischer Kreis eine Einheit.

In seiner Ansprache ließ Gemke die Entwicklung Revue passieren, erinnerte an Schwierigkeiten, nannte aber auch die Perspektiven, die sich aus dem Zusammenschluss ergaben. Selbst die Namensgebung sei nicht ganz einfach gewesen, schließlich machten sich die beiden großen Städte Lüdenscheid und Iserlohn Hoffnungen, sich im Kreisnamen wiederzufinden. Letztlich sei salomonisch entschieden worde, mit Blick in die Historie.

Im Rahmen des offiziellen Teils wurde die Gelegenheit genutzt, auch andere Persönlichkeiten zu Wort kommen zu lassen – unter anderem Männer der ersten Stunde, die damals, Mitte der 70er Jahre, persönlich an der Entwicklung beteiligt waren, wie zum Beispiel Fredi Camminadi und Klaus Peter Sasse. Der Aufforderung, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern und die eine oder andere Anekdote preiszugeben, kam der Alterspräsident des Kreises zwar nicht nach, Camminadi hielt im Rahmen der Talkrunde aber dennoch einige interessante Informationen und Erinnerungen parat.

Auch der ehemalige Neuenrader Bürgermeister Klaus Peter Sasse wirkte im Kreis maßgeblich mit, verglich die Arbeit in den ersten Jahren mit der eines Kärrners. Der sei dafür zuständig, die Karre aus dem Dreck zu ziehen, erklärte er und meinte, dass die Kreistagsmitarbeiter erst mal eine „Karre“ hätten bauen müssen. Im Laufe der Jahre sei ein anständiger Wagen daraus geworden, bilanzierte Sasse.

Zum Abschluss des MK-Talks durften sich die Redner noch etwas wünschen, beziehungsweise ein letztes Statement abgeben. Und auch hier stießen die „Prominenten“ ins selbe Horn. In der Summe: Der Kreis sei Heimat, die Menschen zeichne ihre Authentizität und Direktheit aus und wenn es den 15 Puzzleteilen gut gehe, dann werde der Märkische Kreis eine spannende Region bleiben.

Das Märkische Sinfonieorchester, ein Aushängeschild des Kreises, versüßte dem Publikum den Abend mit einem abwechslungsreichen Musikprogramm. - Von Markus Jentzsch

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