Ahnengalerie der Pfarrer in der Christuskirche

+
Glockenmonteur Hubert Kossmann saß im Oktober 2014 rittlings auf der Aufhängung der großen Glocke namens „Hoffnung“ in der Werdohler Christuskirche und arbeitete mit großem Werkzeug. 

Werdohl -  Im Zusammenhang mit dem 150-jährigen Bestehen der unter Denkmalschutz stehenden Christuskirche hat das Jubiläums-Vorbereitungteam der Evangelischen Gemeinde Werdohl auch eine Galerie der Geistlichen zusammengestellt.

Die Galerie umfasst alle, die seit der Weihepredigt von Generalsuperintendent Franz Julius Wiesmann im Jahr 1868 von der Kanzel und vom Altar aus das Wort Gottes verkündigt haben. Die in der Kirche aufgestellte Schautafel enthält 13 Portraits und die dazugehörigen Namen.

Nicht dabei sind Pfarrer Martin Buschhaus und Pfarrer im Ruhestand Rüdiger Schmale. Buschhaus ist aktuell der hauptberufliche Pfarrer an der Christuskirche, Schmale ist ab und zu ehrenamtlich aktiv.

Mit dabei ist allerdings Karl Brachmann, der die heimischen Protestanten von 1855 bis 1866 seelsorgerisch betreute und in dessen Amtszeit der Kirchbau (1866) begann. Er wechselte nach Köln und starb 1888. Sein Nachfolger wurde Carl Heinrich Arnold Daniel, der aus der damaligen Zeit wohl bekannteste Geistliche Werdohls. Er kam aus Soest. Unter ihm wurde der Neubau vollendet und eingeweiht. Er blieb bis 1885 der evangelische Hirte in Werdohl. Danach zog es ihn nach Aurich, wo er auch 1924 verstarb.

Carl Fliegenschmidt ordnet das Vermögen

Auf Daniel folgte für sieben Jahre Carl Fliegenschmidt. Verdienste erwarb er sich durch die Ordnung des kirchlichen Vermögens und der Verwaltung sowie durch den Bau des ersten Krankenhauses in Werdohl an der Neustadtstraße und des Vereinshauses (1887) an der Schulstraße.

Die Portraitgalerie der Pfarrer der Christuskirche im Jubiläumsjahr.

In die zweite, neu eingerichtete Pfarrstelle wurde 1892 Pfarrer August Meyer berufen. Er, so kann man nachlesen, „entfaltete eine gesegnete seelsorgerische Tätigkeit und begründete den CVJM. Mit ihm zusammen wirkte Gustav Meinberg. Er kam 1893 im Alter von 61 Jahren aus Aplerbeck, galt als hervorragender Kanzelredner und führte den Kindergottesdienst in Werdohl ein. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde Meinberg Superintendent in Düsseldorf und erhielt die Doktorwürde von der Bonner theologischen Fakultät.

Von 1904 an betreute Gerhard Selvers die Evangelische Gemeinde für drei Jahre. Wegen eines Brustleidens starb er in Davos 1907. An seine Stelle trat Julius Loos aus Schleswig, den es aber schon bald wieder in seine Heimat zog. Sein Nachfolger (im Versebezirk) wurde Gustav Fricke. Mit ihm zusammen diente Gustav Philipp der Gemeinde zwischen 1909 und 1950. Er weihte die Friedhofskapellen in Eveking und am Biesenberg in Dresel ein und gründete 1922 die Evangelische Frauenhilfe Dresel-Elverlingsen.

Zepter mit langer Amtszeit

Eine der längsten Amtszeiten hatte Pastor Walter Zepter. Er kam aus dem Siegerland und trat seinen Dienst in der Gemeinde (Erster Bezirk) 1938 an. Seine bis 1975 währende Amtszeit wurde zwischen 1942 und 1945 durch den Wehrdienst unterbrochen. Danach nahm er seine Tätigkeit wieder auf.

Für den Zweiten Bezirk der Gemeinde kam August-Wilhelm Kroll aus Hagen 1950 (bis 1977) nach Werdohl. Es folgten die Pfarrer Helmut Jansen und Eberhard Kölling, von denen die evangelischen Christen zwischen 1978 und 1990 seelsorgerisch betreut wurden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare