TuS Jahn: „Entwicklung ist bedenklich“

+
Der stellvertretende Vorsitzende Thomas Drost, Vorsitzender Rudolf Völker und der Hauptsportwart Reinhold Sanders (von links) bei der Jahreshauptversammlung.

Werdohl - Sarkastisch wurde der Vorsitzende zum Schluss. „Ich danke Euch für die Unterstützung des Vorstands“, sagte Rudolf Völker am Ende der Jahreshauptversammlung des TuS Jahn im Restaurant Haus Werdohl. Er schob hinterher: „Vor allen Dingen bei der Wahl des stellvertretenden Hauptgeschäftsführers gerade“. Für den nicht wieder zur Wahl angetretenen Gerd Droppelmann konnte kein Nachfolger gefunden werden. Der Posten blieb vakant.

80 Minuten zuvor begrüßte Völker 43 weitere Mitglieder des TuS Jahn. Diese hörten zunächst die Jahresberichte der Abteilungen. Sie erfuhren, dass die Badminton-Spieler aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz rangieren. Sie hörten erstmals einen Bericht der noch neuen Abteilung Doce Pares Eskrima.

Ihnen wurde mitgeteilt, dass die beiden Senioren-Mannschaften des FSV wie im Vorjahr den Abstieg verhindern wollen. Es wurde berichtet, dass die Zahl der Mitglieder in der Judo-Abteilung rückläufig, die Entwicklung der Leistungsqualität der jugendlichen Leichtathleten dagegen positiv ist.

Die Radfahrer haben in den zurückliegenden zwölf Monaten viele Kilometer und noch mehr Höhenmeter bewältigt. Die Schwimmer des SV08 betreiben aktive Integration von Ausländern und Behinderten. Deren internationales Schwimmfest in Ütterlingsen wird 2014 bereits seit 30 Jahren gefeiert. Die Aktiven der Ski-Abteilung sahen im Berichtszeitraum nur einmal in Winterberg Schnee. Die Turner dagegen haben ihr Angebot sogar noch erweitert.

Völker selbst hielt im Anschluss den Jahresbericht für den Hauptverein. Er berichtete von einem Rückgang der Mitgliederzahlen um 98 – von 1812 auf 1714. „Diese Entwicklung ist sehr bedenklich, dass wir hauptsächlich im Jugend- und Kinderbereich Verluste haben.“ Grund sei, dass kaum Übungsleiter gefunden werden könnten, die in den Nachmittagsstunden Zeit hätten.

Weiterhin seien auch die Hallennutzungsgebühren ein Dorn im Auge der Sportler. „Wir warten die Rechnungen der Stadt ab, die im April kommen sollen. Notfalls müssen wir dann noch einmal reagieren.“ Schließlich drohten neue Bürokratie und Kosten durch das Bundeskinderschutzgesetz. Dieses besage, dass alle Helfer und Trainer in Sportvereinen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorweisen müssten.

Alexander Putz, der Kassenwart des Hauptvereins hatte dann von einem kleinen Plus bei den Finanzen berichtet und mitgeteilt: Die Beiträge bleiben unverändert.

Zwar bleibt der TuS Jahn nun vorerst ohne stellvertretenden Hauptgeschäftsführer. Im Amt bestätigt wurden indes der stellvertretende Vorsitzende Thomas Drost, der Hauptsportwart Reinhold Sanders sowie der Sozialwart Frank Wisnewski.

Im Zuge der Jahreshauptversammlung wurden auch zahlreiche langjährige Mitglieder des TuS Jahn geehrt. Völker gratulierte Nina Braszus, Kerstin Dittmann, Susanne Gräßer, Christel Habbel, Sigrid Hesmer, Ingeborg Kurlandth, Claudia Schmidtke, Nadine Schneider, Heide Schöneberg, Ingeborg Schulz, Karin Schupp, Karin Schuster, Matthias Augener, Andreas Blöink, Lars Dittmann, Manfred Habbel, Werner Lohmann, Stefan Messer, Michael Rothstein, Manuel Schuster, Bernhard Seeberger sowie Reinhard Thöne zu 25 Jahren Vereinstreue.

Für vier Jahrzehnte im TuS Jahn geehrt wurden Anke Mentzel, Katja, Mentzel, Elsbeth Storm, Clemens Brahmsiepen, Georg Heimann, Bernd Kölsche, Wolfgang Maasch, Uwe Quenzer, Heiner Sembol, Volker Stöckel sowie Hermann Teske. Ehrenmitglieder nach 50 Jahren im Verein wurden Ulrich Mannack, Günter Schröder und Werner Steffens. Sogar 60 Jahre sportlich dabei sind Hildegard Schürmann, Hans Hermann Rüggeberg und Peter Saremba.

Von Michael Koll

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare