Probleme plagen den Verein

TuS Jahn hat keine Leute für den Vorstand - drei Posten unbesetzt

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Dezimierter Vorstand: (v.l.) Susanne Guder, Dr. Richard Müller-Schlotmann, Bärbel Steffen und Frank Wisnewski.

Werdohl – Akute Personalnot plagt den Tus Jahn Werdohl: Drei Vorstandsposten sind unbesetzt. Und der Verein hat noch weitere Probleme.

Gehörige Lücken gibt es im Vorstand des TuS Jahn Werdohl: Kassierer Alexander Putz und Geschäftsführer Matthias Wershoven kandidierten bei der Jahreshauptversammlung des Hauptvereins nicht mehr – und für beide Positionen gab es keine neuen Kandidaten. Zudem ist der Posten des stellvertretenden Geschäftsführers schon seit Jahren vakant. Nun sucht der Verein händeringend Ehrenamtliche, die sich in der Führungsriege des traditionsreichen Sportvereins einbringen wollen. 

Kein Nachfolger in Sicht

Im Amt bestätigt wurden Vorsitzender Dr. Richard Müller-Schlotmann, Stellvertreterin Seite Bärbel Steffen, Frauenwartin Susanne Guder, Sportwart Reinhold Sanders und Sozialwart Frank Wisnewski. Hauptgeschäftsführers Wershoven, der nach zwölf Jahren aufhörte, warb noch einmal für seine Nachfolge und erklärte, dass es sich bei diesem Amt „eigentlich um einen Schriftführer“ handele. Dennoch bewarb sich niemand. 

Und auch für Kassier Alexander Putz, der nach 18 Jahren aus dem Amt schied, fand sich kein Nachfolger. Nicht nur das: Putz berichtete auch von einer „deutlichen Kassenminderung, beruhend auf Einzeleffekten und einmaligen Ausgaben“. Doch der Vorstand wurde von den Anwesenden entlastet. 

Klagen über heiße Hallen

Probleme sprach auch Vorsitzender Dr. Richard Müller-Schlotmann an: zum einen die schlechte Klimatisierung der Werdohler Sporthallen im vergangenen, heißen Sommer sowie die teils sanierungsbedürftigen Toiletten der Sportanlagen. Beides habe er an die Stadtverwaltung herangetragen. 

Und: „Die hohen Hallengebühren belasten den Verein so stark, dass neue Angebote ein finanziell zu starkes Risiko darstellen.“ Thema war auch die geplante Loslösung der Fußballspielvereinigung (FSV) von den Trägern DJK Westfalia Werdohl und TuS Jahn Werdohl, um ein rechtlich eigenständiger Verein zu werden, der selbst Mitgliedsbeiträge erhebt. Durch diese Verselbstständigung der Kicker werde der TuS Jahn viele Mitglieder verlieren, fürchtete Müller-Schlotmann. 

FSV-Vorstand wird nicht bezahlt

FSV-Geschäftsführer Gert Scheumann stellte fest, dass der künftige Vorstand der FSV ehrenamtlich arbeiten werde und keine Bezahlung bekommen soll. Auf Nachfrage der Redaktion sagte Scheumann gestern, die Passage im Satzungsentwurf sei geändert worden, weil sie die Möglichkeit für Interpretationen biete. Neu heißt es deshalb unter Paragraf 16, Punkt 1: Vorstandsämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt. Die Neufassung sei erst im Laufe der Woche mit den Gremien abgesprochen worden.

Pro Trägerverein gebe es „zehn bis zwölf Mitglieder, die zusätzlich in den jeweiligen Vereinen auch noch eine andere Sportart ausüben“, führte Scheumann weiter aus. Diese Mitglieder müssten nach der Verselbstständigung der FSV zwei Mitgliedsbeiträge zahlen, sollten sie beiden Sportarten nachgehen. 

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