Blaue Reflektoren warnen an Stadionstraße das Wild

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Blaue Reflektoren an den Straßenlaternen an der Stadionstraße sollen dazu dienen, das Wild im Jagdrevier vor einem Straßenwechsel zu warnen.

Werdohl - Sie sehen schon interessant und vor allem auffällig aus – die blauen Reflektoren, die seit einiger Zeit an den Straßenlaternen an der Stadionstraße mit Draht angebunden sind. Es sind Wildwarnreflektoren, die der Jagdpächter aus Gelsenkirchen dort in seinem Revier angebracht hat.

Baubetriebshofleiter Uwe Bettelhäuser kennt sich aus: „Der Pächter hatte dort in der Vergangenheit viele Wildunfälle.“ Viele Jagdpächter kämen von außerhalb und zahlten die hohen Preise von guten Jagdrevieren im Sauerland. Es gebe sogar einige holländische Besitzer, weiß Bettelhäuser. Dass die Pächter auf der einen Seite ihr Wild und auf der anderen Seite natürlich auch die Autofahrer schützen, begrüßt Bettelhäuser.

Erst CDs, jetzt halbrunde Kunststoffprofile

Früher wurden CDs in die Bäume gehängt, heute sind Wildwarnreflektoren halbrunde Kunststoffprofile auf die eine blaue, hochreflektierende Folie aufgeklebt ist. Diese Wildwarner werden an den am Fahrbahnrand befindlichen Leitpfosten oder Straßenlaternen angebracht. Versuche in Sachsen und Bayern haben ergeben, dass mittels derartiger Wildwarner die Zahl der Wildunfälle um 80 Prozent zurückgegangen ist.

Mittels der blauen Reflexfolie, die nachts durch vorbeifahrende Fahrzeuge angestrahlt wird, wird ein blaues Aufleuchten erzeugt. Werden die Wildwarner im regelmäßig, kurzen Abständen angebracht, bewirkt das vorbeifahrende Auto ein gleichzeitiges Aufblitzen mehrere Wildwarner. Für das Wild entsteht optisch eine blaue Wand, die es nicht zu überwinden mag. Zudem ist blau eine Farbe, die in der Natur praktisch nicht vorkommt. Wildtiere sehen darin eine Gefahr und weichen zurück.

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