Investor stellt Pläne vor

So könnte das Seniorenzentrum, das am Grasacker gebaut werden soll, aussehen. Die Pläne von Architekt Rob Baan sehen ein Gebäude mit viel Glas vor. Während der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung stellte er das Konzept vor. - Grafik: Baan

WERDOHL - Rob Baan vom Architekturbüro Dahmen und Baan und Peter Hemmerling, Geschäftsführer der Stella Vitalis Unternehmensgruppe, stellten den Lokalpolitikern während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung am Montag ihre Pläne für den Bau einer Altenwohneinrichtung am Grasacker vor.

Eigentlich sollte auch der zweite potenzielle Investor – ein Projektentwickler namens Kötter – seine Ideen vorstellen. Er hatte aber kurzfristig abgesagt.

Auf dem rund 2700 Quadratmeter großen Areal soll eine Pflegeeinrichtung mit 80 Einbettzimmern entstehen. „Wir wollen viel Glas verbauen, um die Einrichtung im Herzen der Stadt möglichst hell zu gestalten“, erklärte Architekt Rob Baan. Er plane im Umfeld der Einrichtung zahlreiche Bäume zu pflanzen und sprach in diesem Zusammenhang bereits von der Grasacker-Allee.

Betrieben werden soll die Altenpflegeeinrichtung von der Stella Vitalis Unternehmensgruppe aus Dinslaken. „Das Grundstück ist absolut geeignet. Ältere Menschen wollen die städtische Infrastruktur vor der Haustür haben“, sagte Stella Vitalis Geschäftsführer Peter Hemmerling und fügte hinzu: „Wir wollen eine Einrichtung schaffen, in der alle pflegebedürftigen Senioren aufgenommen werden können.“ Der Schwerpunkt solle aber auf der Betreuung von dementiell Erkrankten liegen.

Hemmerling betonte, dass das Haus über eine eigene Küche verfügen solle. Das sei für die Lebenszufriedenheit der Bewohner besonders wichtig.

Auch auf die soziale Betreuung der Bewohner lege die Unternehmensgruppe, die in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein 17 Einrichtungen betreibe, besonderen Wert. „Wir organisieren Ausflüge und sorgen für die gesellschaftliche Teilhabe unserer Bewohner“, erklärte Hemmerling das Konzept.

80 Pflegeplätze würden 80 Arbeitsplätze bedeuten. Der Geschäftsführer sprach von 35 bis 40 Vollzeitstellen: „Viele arbeiten Teilzeit. Ich gehe von 50 bis 60 Köpfen aus, die mit der Pflege betraut sind. Hinzu kommen Mitarbeiter in der Verwaltung und der Hauswirtschaft.“

Manfred Buchta interessierte vor allem die Frage, wie hoch der Bedarf für eine weitere Pflegeeinrichtung in Werdohl sei. „Wir haben eine grobe Analyse der Bedarfssituation durchgeführt und gehen von einer Unterdeckung von 50 Plätzen aus. Der Bau eines neuen Hauses ist eine sichere Sache, weil auch die Grundstückslage entscheidend ist“, so Hemmerling. Schwierig werde es hingegen, wenn in den nächsten fünf Jahren ein anderer Betreiber ein weiteres Haus errichte.

Laut Verwaltung hat der zweite Investor in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung die Möglichkeit, seine Ideen vorzustellen. Verwaltungsmitarbeiter Peter Erwig geht von hohen Realisierungschancen für eine Senioreneinrichtung am Grasacker aus. Für die Verwaltung gehe es bei dem Grundstücksverkauf schließlich um eine nicht unerhebliche Summe.

Von Ute Heinze

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