Heilmaier wechselt nach Iserlohn

Verlässt die Stadtverwaltung: Judith Heilmaier.

Werdohl - Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Werdohl, Judith Heilmaier, wechselt zum 1. Januar 2013 zur Gleichstellungsstelle Iserlohn. Das teilte sie im Gespräch mit unserer Zeitung mit.

Wer Judith Heilmaiers Nachfolgerin im Werdohler Rathaus wird, steht indes noch nicht fest. „Die Stelle von Frau Heilmaier wird intern neu ausgeschrieben und dies im Rahmen des Stärkungspaktes Stadtfinanzen mit so wenig Aufwand wie möglich“, erklärte Regina Wildenburg, Leiterin der Abteilung Service. Nach der Gemeindeordnung des Landes bestehe für die Stadt Werdohl die gesetzliche Verpflichtung, Gleichstellungsaufgaben zu übernehmen.

Judith Heilmaier war seit dem Jahre 1998, zunächst mit einer halben Stelle, als Gleichstellungsbeauftragte für die Werdohler Verwaltung tätig. „Seit Juli dieses Jahres habe ich nur noch zwölf Stunden als Gleichstellungsbeauftragte gearbeitet“, erklärt Heilmaier, die ebenfalls ein EU-gefördertes Projekt mehrerer Wohlfahrtsverbände betreut.

Die Gleichstellungsbeauftragte wirkt laut Gesetz bei Personalentscheidungen mit und steht als Ansprechpartnerin für die Verwaltungsmitarbeiter zur Verfügung. „In Kooperation mit der Personalabteilung ist es zudem Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten, den Frauenförderplan aufzustellen“, umreißt Heilmaier das breite Tätigkeitsspektrum.

„Das Aufgabengebiet ist sehr vielfältig und betrifft verschiedenste Bereiche und Themenfelder“, so Heilmaier. Der Erfolg der Arbeit sei nicht messbar, weiß sie und fügt hinzu: „Als Gleichstellungsbeauftrage ist man auf die Macht des Wortes angewiesen. Es ist mir in den vergangenen Jahren schon gelungen, Themen in der Öffentlichkeit zu platzieren“, zieht Judith Heilmaier eine positive Bilanz der vergangenen 14 Jahre. Gerne blickt sie auf die gut funktionierenden Veranstaltungsreihen und Aktionswochen zu verschiedenen Themen zurück, die sie mit den Kolleginnen der Lenneschiene durchgeführt hat.

Das Sparpaket der Stadt Werdohl, das auch die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten berührt, sei kein Grund für ihre Kündigung gewesen, so die 44-Jährige. In der 69-Punkte umfassenden Sparliste zum Stärkungspakt Stadtfinanzen, die im September von den Mitgliedern des Lenkungsausschusses vorgestellt wurde, heißt es unter Punkt drei: „Reduzierung der Stelle ‘Gleichstellungsbeauftragte’ und Erhebung bzw. Erhöhung von Teilnahmebeiträgen und Eintrittsgeldern für Angebote der Gleichstellungsbeauftragten“. Von dieser Maßnahme die bereits 2013 greifen soll, versprechen sich die Verantwortlichen im Rathaus ein Einsparpotential von 12 300 Euro jährlich wie aus der Liste hervorgeht. „Ich wollte schon länger wieder eine volle Stelle“, sagt Heilmaier, die in Iserlohn wohnt. In der Waldstadt wird sie ab Januar als Vollzeitkraft arbeiten.

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