In Werdohl findet keine Integrationswahl statt

Werdohl - Nach der Kommunalwahl am 25. Mai wird es in Werdohl keinen Integrationsausschuss mehr geben. Mehr als 200 Unterschriften hätten die Migranten in der Stadt an Lenne und Verse sammeln müssen, um die Wahl eines solchen Gremiums zu beantragen. Es habe aber kein derartiges Engagement gegeben, teilte Michael Grabs auf Nachfrage Zeitung mit.

Im Grunde sei die Integrationswahl aber auch überflüssig, befand Grabs. „Es gibt ja für die Ratswahl viele Kandidaten mit Migrationshintergrund“, sagte der Fachbereichsleiter auf Nachfrage: „Dahin wollten wir ja.“

Das Modell eines Integrationsausschusses habe sich nicht bewährt. Als „unauffällig“ bezeichnete Grabs die politische Arbeit des Gremiums in den vergangenen vier Jahren. Zur Erinnerung: Der Integrationsausschuss war im Februar 2010 gewählt worden. Danach trat er nur fünf Mal zusammen. Zwei Mitglieder verschwanden gar nach der ersten Sitzung, auch die Ausschussvorsitzende und CDU-Ratsfrau Ulrike Jadzewski konnte die beiden nicht mehr erreichen. Auch sie äußerte sich auf Nachfrage unserer Zeitung kritisch zur Arbeit und zum Erfolg des Ausschusses.

Die Stadt Werdohl ist nicht verpflichtet, eine Integrationswahl durchzuführen. 3015 Wahlberechtigte hatte es bei den Wahlen im Jahr 2010 gegeben. Erst wenn in einer Stadt mehr als 5 000 Migranten leben, wird die Integrationswahl Pflicht. - von Constanze Raidt

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