Integrationsprojekt für Menschen aus Südeuropa: Politik bislang kaum informiert

Über das Integrationsprojekt für Menschen aus Südosteuropa fühlen sich die Kommunalpolitiker bislang nur unzureichend informiert.
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Über das Integrationsprojekt für Menschen aus Südosteuropa fühlen sich die Kommunalpolitiker bislang nur unzureichend informiert.

Werdohl – Sprecher der beiden großen Fraktionen bedankten sich am Montag während der Ratssitzung bei Bürgermeister Andreas Späinghaus für die Informationen über das Integrationsprojekt für Menschen aus Südosteuropa.

Die Stadt bis zum Jahr 2022 Fördermittel in Höhe von 310 000 Euro bekommen, um bulgarischen und rumänischen Familien in Werdohl zu helfen. Projektleiter Michael Tauscher von der Stadt hat bereits zwei Kultur- und Sprachmittlerinnen eingestellt, für viel Geld sind Räume im Gewerbehof an der Neustadtstraße hergerichtet worden.

Während der Ratssitzung wurde klar, dass weder die Ratsmitglieder noch der erst seit kurzer Zeit im Amt befindliche Bürgermeister viel über den Fortgang des Projekts wissen. CDU-Ratsherr Christoph Plaßmann fragte: „Warum haben wir bislang so wenig davon gehört?“

Alle Fragen sollen im Sozialausschuss beantwortet werden

Seine Fraktion habe vom Stand der Dinge nur über eine Dringlichkeitsentscheidung erfahren. Späinghaus, der bis September nur einfaches Ratsmitglied der SPD war: „Mir geht es genauso.“ Deshalb werde das Projekt durch die Verwaltung umfassend im nächsten Sozialausschuss beraten. Alle Fragen würden dort beantwortet.

SPD-Ratsherr Wilhelm Jansen sagte, dass Werdohl die Erfahrungen aus dem türkischen Integrationsprojekt Wip El Ele zugute kommen würden. Er fragte, wie sich die Projektfinanzierung nach 2022 darstelle. Jansen: „Müssen wir es aus eigenen Mitteln weiterfinanzieren?“ Die CDU-Fraktion wollte wissen, wie viele Personen in den beschriebenen rumänischen und bulgarischen Familien erreicht würden.

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