Inselbaustelle sorgt für Verkehrsprobleme

Ganz schön eng und knapp: Größere Wagen wie dieser hier, die den Nordheller Weg hinauf wollen, müssen an den auf der Baustelle geparkten Fahrzeugen vorbei. Fußgänger sollten das Weite suchen.

WERDOHL - „Die Situation hat uns überrascht“, sagt Bodo Schmidt von der Stadt, der derzeit Ordnungsamtsleiterin Mentzel vertritt. Die unübersichtliche Situation, die rund um die Inselbaustelle herrscht, wurde Donnerstag früh durch die Ankunft eines riesigen Autokrans noch schwieriger.

Der Bauträger hatte weder bei der Stadt als Straßenverkehrsbehörde noch bei der Polizei (die Wache ist direkt gegenüber) etwas angemeldet. Rund um die Insel, auf der gerade der neue Edeka-Markt entsteht, stehen Baufahrzeuge und Materialien mitten auf der Straße. Die Baustelle ist extrem eng, das Grundstück ist bis an die Straßenränder vollständig bebaut. Für Materialien und Fahrzeuge ist kein Platz. Es gibt schon seit Monaten stillschweigende Übereinkünfte, den Verkehr drumherum fließen zu lassen. Die Autofahrer reagieren verständnisvoll und nehmen Rücksicht.

Donnerstag war es dann aber doch zuviel. Auf der Brücke zum Höhenweg standen zeitweilig acht Kleinlaster und Transporter hintereinander. Im hinteren Bereich Richtung Versestraße stand ein Lastwagen, der aus der Baustelle heraus mit einem Bagger beladen wurde. Im Kreuzungsbereich gegenüber dem Bahnhof hielten abwechselnd Sattelschlepper und große Lkw mit Anhänger zum Abladen. Mehr als die Hälfte der Geradeaus-Spur Richtung Innenstadt ist mit Paletten voller Pflastersteine zugestellt, auf einem Teil der Fahrbahn liegt ein Baustoffhaufen, Abfallcontainer und Palettenstapel runden das Bild ab. Drumherum kurvt der Verkehr. Als dann auch noch die „dicke Gisela“ – der große Schiwek-Autokran aus Lüdenscheid – einfuhr, war der Toleranzbogen überspannt. Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes und Polizisten griffen ein.

Der stellvertretende Fachbereichsleiter Schmidt sagte: „Es gab keine Absprache zwischem dem Bauherrn und uns. Jetzt suchen wir nach einer kurzfristigen Lösung für die Verkehrssituation.“

Von Volker Heyn

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