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Innenstadt-Belebung in Werdohl: Der Startschuss ist gefallen

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Von: Volker Heyn

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Für die Stadt Werdohl und Bürgermeister Späinghaus war diese Unterzeichnung eines Mietvertrags zwischen Selcuk Tanrikulu (rechts) und Vermieter Willi Lechtenfeld der Auftakt zum Leerstandsmanagement in der Innenstadt.
Für die Stadt Werdohl und Bürgermeister Späinghaus war diese Unterzeichnung eines Mietvertrags zwischen Selcuk Tanrikulu (rechts) und Vermieter Willi Lechtenfeld der Auftakt zum Leerstandsmanagement in der Innenstadt. © Heyn, Volker

Der Startschuss für die Belebung der Innenstadt ist am Montag gefallen. Der erste Mietvertrag für ein zuletzt leerstehendes Ladenlokal ist unterschrieben. 

Das Unterschreiben eines Mietvertrags zwischen einem Geschäftstreibenden und einem Vermieter in der Innenstadt ist eigentlich keine besonders erwähnenswerte Sache. Dass zu diesem Akt des Unterschreibens Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) und Bau-Abteilungsleiter Thomas Schroeder eingeladen haben, weil in den Mietvertrag öffentliche Mittel fließen, macht das Zustandekommen dieses Vertrags dennoch bemerkenswert.

Willi Lechtenfeld gehört das Gebäude Freiheitstraße 10, in dem zuletzt das Büro einer Krankenkasse ansässig war. Mitte des Jahres gab die Kasse das Büro auf. Lechtenfeld wandte sich hilfesuchend an den Wirtschaftsförderer der Stadt Werdohl, Andreas Haubrichs.

Anruf hat sich „mehr als gelohnt“

„Dieser Anruf hat sich mehr als gelohnt“, stellte am Montag der Bürgermeister fest. Die Stadt hat bekanntlich für die Jahre 2021 bis 2023 viel Geld vom Land bekommen, um gegen die drohende Verwaisung der Werdohler Innenstadt anzugehen. Knapp 570 000 Euro erhält Werdohl aus dem „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ des NRW-Heimatministeriums. Mit Hilfe dieser Mittel besteht die Möglichkeit, dass die Stadt leer stehende Ladenlokale subventioniert und so für Mieter interessant macht. Auf dieses Modell haben sich Selcuk Tanrikulu, die Stadt und der Vermieter geeinigt. Der aus Balve stammende Tanrikulu betreibt seit 2008 in der Werdohler Innenstadt eine Buchhaltungsagentur und gehört einem Lohnsteuerberatungsverein an. Tanrikulu und seine sechs Mitarbeitenden sind auf 90 Quadratmetern in der ersten Etage in der Freiheitstraße 7 untergebracht – direkt gegenüber, wo der Buchhaltungsagentur ab Januar 175 Quadratmeter im Erdgeschoss zur Verfügung stehen.

Selcuk Tanrikulu (links) will ab Januar in das Ladenlokal an der Freiheitstraße 10 umziehen, in dem zuletzt eine Krankenkasse untergebracht war. Vermieter Willi Lechtenfeld (Mitte) freut sich ebenso über den Deal wie Bürgermeister Späinghaus.
Selcuk Tanrikulu (links) will ab Januar in das Ladenlokal an der Freiheitstraße 10 umziehen, in dem zuletzt eine Krankenkasse untergebracht war. Vermieter Willi Lechtenfeld (Mitte) freut sich ebenso über den Deal wie Bürgermeister Späinghaus. © Heyn, Volker

Durch das Sofortprogramm werden 70 Prozent der letzten Kaltmiete übernommen. Der Mieter zahlt einen deutlich geringeren Anteil. Der am Montag unterschriebene Vertrag läuft Ende 2023 aus, danach muss zwischen Mieter und Vermieter neu verhandelt werden.

Infoveranstaltung in der Realschule

In einer Auftaktveranstaltung am 1. Februar in der Realschule soll öffentlich über das Sofortprogramm informiert werden, wenn es die Corona-Bestimmungen erlauben.

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