Engagement für die Stadt

Initiative „Mehr Sauberkeit“: In Werdohl sind die ersten „Müll-Kümmerer“ unterwegs

Birgit Salewski von der Stadt Werdohl präsentiert eine der Westen, mit denen die ehrenamtlichen Müll-Kümmerer ausgestattet werden. Drei Einwohner, die mitmachen wollen, haben sich bisher im Rathaus gemeldet.
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Birgit Salewski von der Stadt Werdohl präsentiert eine der Westen, mit denen die ehrenamtlichen Müll-Kümmerer ausgestattet werden. Drei Einwohner, die mitmachen wollen, haben sich bisher im Rathaus gemeldet.

„Müll-Kümmerer“ steht in schwarzer Schrift auf der orangefarbenen Warnweste. Die Verantwortlichen der Stadt haben diese auffälligen Kleidungsstücke für Werdohler anfertigen lassen, die sich ehrenamtlich für mehr Sauberkeit in ihrer Stadt einsetzen möchten.

Seit Anfang Juli haben sich drei Müll-Kümmerer beim Ordnungsamt gemeldet.

Nachdem die Werdohler Bürgergemeinschaft (WBG) während der Sitzung des Ausschusses für Feuerwehrangelegenheiten und öffentliche Sicherheit und Ordnung im April die Einrichtung einer Müllpolizei (Waste Watcher) angeregt hatte, waren im Rathaus alle bisherigen Bemühungen, die zu einer sauberen Umwelt beitragen sollen, zusammengetragen worden. So nehme eine Verwaltungskraft zumindest zeitweise die Aufgaben der Müllpolizei wahr. Bewährt habe sich demnach auch die jährliche „Sauberkeitsoffensive“, an der Bürger und Bürgerinnen, Vereinsvertreter, Schüler sowie Vertreter aus der Kommunalpolitik teilnehmen würden. Dabei treffen sich alle Teilnehmer, um achtlos weggeworfenen Abfall einzusammeln und zu entsorgen.

Info-Tage an Grundschulen

Auch weist die Verwaltung auf Info-Tage an den Grundschulen hin, die regelmäßig stattfinden würden, um die Kinder über Mülltrennung zu informieren und für die Sauberkeit ihrer Umwelt zu sensibilisieren.

Eine ganz besonderes Lob verdienen nach Ansicht der Verwaltung aber die Werdohlerinnen und Werdohler, die ehrenamtlich in der Stadt unterwegs sind, um regelmäßig Müll einzusammeln. „Dieses vorbildliche Engagement bleibt häufig von außen kaum bemerkt – dies möchte die Verwaltung nun ändern“, betonen die Verantwortlichen. Wer die Initiative „Mehr Sauberkeit“ als Müll-Kümmerer unterstützen möchten, kann sich bei der Stadtverwaltung melden – und erhält dort unter anderem die entsprechende Weste. „Damit nach außen für andere deutlich wird, dass es Mitmenschen gibt, die sich engagieren“, erklärt Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel. Außerdem erhalten die Müll-Kümmerer ihre Arbeitsmaterialien von der Stadt: Müllzangen und -säcke sowie Handschuhe.

Keine festen Einsatzbereiche

Feste Einsatzbereiche haben die Ehrenamtler nicht. „Sie sammeln den Müll in der Nähe ihres Wohnortes ein – oder dort, wo sie es für richtig halten“, stellt Andrea Mentzel fest. Den Abfall können die „Müll-Kümmerer“ dann beim Baubetriebshof abgeben. In besonderen Fälle könne der Unrat nach Absprache auch beim jeweiligen Ehrenamtler abgeholt werden.

Stoßen die Ehrenamtler auf besondere Sauberkeitsprobleme in der Stadt, können sie die Verwaltung informieren, damit Abhilfe geschaffen werden kann.

Werbung in eigener Sache betreiben

Ziel sei es, „irgendwann eine schöne Gruppe zusammen zu haben“. Gerne könnten die Müll-Kümmerer auch Werbung in eigener Sache betreiben – und so vielleicht noch weitere Mitstreiter gewinnen. Auch die Sensibilisierung von Anwohnern und Passanten für das Thema „Mehr Sauberkeit“ sei wünschenswert.

Mitmachen: Wer Interesse an der ehrenamtlichen Tätigkeit als Müll-Kümmerer hat, kann sich per E-Mail unter b.salewski@werdohl.de oder telefonisch unter der Rufnummer 02392/917225, an die Stadtverwaltung Werdohl wenden.

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