„Wir wollen die Lenne-Route“

WERDOHL ▪ „Die Lenneroute muss kommen!“ – Mit dieser Bekräftigung hat sich die Werdohler Marketing-Gesellschaft in Person des Geschäftsführers Ingo Wöste und Marketing-Mitarbeiterin Susanne Macaluso an die Öffentlichkeit gewandt.

Leidenschaftlich und mit allem Nachdruck argumentierten Wöste und Macaluso angesichts der nach einem Bericht entstandenen Diskussion über die möglichen Kosten des Radweges. Wöste in einer schriftlichen Erklärung: „Die derzeitige Diskussion um die Lenneroute ist gut. Dabei hilft aber die fast ausschließlich geübte Kritik in der Sache nicht weiter. Es zeigt allerdings, dass die Bürger in Werdohl viele Fragen haben, die sachlich diskutiert werden müssen.“

Wöste und Macaluso wollen die Lenneroute unter allen Umständen, sie werde ein Segen für die Stadt. Beide stützen sich auf den wirtschaftlichen Erfolg des Ruhrtalradweges, der 2006 eröffnet wurde. Macaluso nahm aus einem Evaluationsbericht einige Zahlen heraus. Ein Tagesausflügler lasse pro Kopf 14,20 Euro in einer Stadt, bei einer Übernachtung seien es sogar durchschnittlich 75,60 Euro. Der Ruhrtalradweg generiere pro Jahr 150 000 Übernachtungen. Wöste: „Das sind bombastische Erfolge.“ Wenn nur ein kleiner Teil durch die Lenneradroute in Werdohl erwirtschaftet würde, bedeute dies einen großen Effekt für die Stadt. Wöste: „Das ist Tourismusförderung schlechthin.“

Wegen der Debatte um die möglichen Kosten des auf Werdohler Gebiet 17 Kilometer langen Radweges – im Gespräch ist ein zweistelliger Millionenbetrag für ein drei Kilometer langes Teilstück zwischen Dresel und Elverlingsen – sei es jetzt an der Zeit, sich hinter den Bürgermeister und die Lenneradroute zu stellen. Wöste: „Ob diese Zahlen in Höhe und Umfang realistisch sind, wird sicherlich noch geklärt.“ - Volker Heyn

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