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Armin Dzaferovic vom Arbeitgeberservice des Jobcenters warb in der Albert-Einstein-Gesamtschule für eine Ausbildung.

Werdohl - „Was ist Dein Traumberuf?“ Die einfache Frage aus dem Freunde-Buch war früher schnell beantwortet: Tierarzt, Polizist, Feuerwehrmann oder Friseurin. Doch je älter die Kinder werden, desto schwerer fällt die Antwort.

Zu riesig ist die Auswahl. Die Befürchtung, nicht das Richtige zu finden, ist groß. Schließlich gibt es so viel, was man als Jugendlicher oft gar nicht kennt. „Diese Ängste sind normal. Wichtig ist, dass die jungen Menschen wissen, dass eine Ausbildung niemals eine Sackgasse ist“, erklärte Armin Dzaferovic vom Arbeitgeberservice des Jobcenters am Donnerstagabend im Rahmen des Berufswahlabends an der Albert-Einstein-Gesamtschule.

Als Beispiel nannte Dzaferovic Entertainer und Moderator Stefan Raab. „Er ist eigentlich Metzger. Seine Millionen verdient er damit aber längst nicht mehr“, so der Berufsexperte. Niemand müsse Angst haben, einen Job zu ergreifen, der ihm hinterher nicht mehr gefalle. Schließlich könne man sich weiterbilden, Neues lernen und in andere Bereiche gehen. „Nicht jeder, der Medizin studiert, wird hinterher auch Arzt. Viele nutzen ihr Fachwissen in der Wirtschaft, beispielsweise in der Pharmaindustrie“, so Dzaferovic.

Die 120 Neuntklässler und ihre Eltern hörten genau zu. Viele von ihnen hatten noch keine Ahnung, was sie nach der Schule machen wollen. Umso interessierter waren sie, was ihnen wohl die Vertreter der Unternehmen über verschiedene Berufe erzählen würden.

So präsentierten Mitarbeiter von Vossloh kaufmännische Berufe. „Industriekaufmann zählt derzeit zu den beliebtesten Jobs. Dabei gibt es noch viele andere kaufmännische Varianten. Es gibt nämlich deutlich weniger Stellen als Bewerber in diesem Bereich“, erläuterte Dzaferovic die Problematik. Allein Vossloh hatte knapp zehn verschiedene Varianten an Ausbildungsberufen im Gepäck.

Im Raum nebenan gab es einen Einblick in die Lukad Unternehmensgruppe, die vielen vor allem durch Stauff bekannt ist. Vor allem Jungen zog es dorthin, denn es ging um IT-Berufe.

Gewerblich-technische Ausbildungswege stellten derweil die Vertreter der Firma Prinz aus Plettenberg vor. Zudem waren noch Vertreter der Pflegeschule in Hellersen und die Handwerkskammer Südwestfalen dabei.

„Grundsätzlich sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz gut. Im vergangenen Jahr hatten wir mehr freie Stellen als Bewerber. In diesem Fall ist der demografische Wandel zumindest für die Jugendlichen ein Vorteil“, erklärte der Experte vom Arbeitgeberservice. Dzaferovic appellierte außerdem an die Jugendlichen, eine Ausbildung auch wirklich durchzuziehen und somit unnötige Leerläufe im Lebenslauf zu vermeiden.

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