Infoabend zu Türkischunterricht: Elternverband hat mehr Besuch erwartet

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Knapp 40 Eltern und zwei Jugendliche waren Sonntagabend ins JBZ gekommen, um sich über Türkisch-Unterricht an Realschule und Gesamtschule zu informieren.

Werdohl - Nicht so ganz zufrieden ist Belma Bektas-Kiliç vom Türkischen Elternverband mit der Resonanz auf den Informationsabend zum herkunftssprachlichen Unterricht an weiterführenden Schulen.

Knapp 40 Eltern waren Sonntagabend ins Jugend- und Bürgerzentrum an der Schulstraße gekommen. Bektas-Kiliç: „Es hätten mehr sein können.“ 

Immerhin habe man eine Menge Interesse an der eigentlichen Sache bei den Eltern gefunden, die Veranstaltung habe mit einer Fragerunde auch knapp vier Stunden gedauert. Belma Bektas-Kiliç betonte noch einmal, dass der Elternverband selbst keine Unterschriften für den Wunsch nach herkunftssprachlichen Unterricht an der Realschule oder der Gesamtschule sammeln werde. Das müssten die Eltern selber erledigen. 

18 Elternpaare sind nötig 

Eine Mutter von zwei Kindern habe sich sogar bereit erklärt, mit der Sammlung zu beginnen. 18 Elternpaare sind nötig, um bei der Bezirksregierung den Einsatz eines Türkischlehrers an einer weiterführenden Schule finanziert zu bekommen. Bektas-Kiliç hat festgestellt: „Viele haben generell Interesse, wollen sich aber nicht selbst engagieren.“ 

Der Informationsabend sei bei den türkischstämmigen Familien auf jeden Fall bekannt gewesen. Durch die breite Streuung über Facebook und Instagram sowie über die Moscheevereine und die türkischen Geschäfte seine viele Türkischstämmige in Werdohl erreicht worden. Vom Konrektor der Realschule, Michael Stemski, habe der Elternverband positiven Zuspruch erhalten. 

Im nächsten Schritt plant der Elternverband eine weitere Informationsveranstaltung für alle Schulleitungen in Werdohl. 

Unter den Gästen am Sonntag seien auch die Imame der Milli-Görüs-Moschee und der Ditib-Moschee gewesen. Auch Werdohler Eltern von Kindern auf Plettenberger Schulen hätten sich interessiert gezeigt. 

Fünf Referenten informieren 

Fünf Referenten sprachen am Sonntagabend zu den Familien. Yavuz Kiliç, Geschäftsführer des Elterverbandes, ist Lehrer und Fachleiter Türkisch für die Lehrerausbildung. Er stellte die Vorteile von einer Unterrichtung in beiden Sprachen vor. Gülcan Kiraz von der Realschule berichtete über allgemeine soziale Probleme türkischstämmiger Schüler. Burcu Bekta¸s aus Lüdenscheid ist Deutschlehrerin an einer Schule in Hagen. Sie habe den Aufbau des deutschen Bildungssystems erklärt. Dogan Bicer ist Türkischlehrer an den Werdohler Grundschulen, er stellte den Eltern sein Arbeitsfeld vor. 

Das Fazit von Bektas-Kiliç lautet: „Für so ein Projekt braucht man insgesamt mehr Eltern.“

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