Indonesische Schwestern berichten in Werdohl

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Schwester Siri Lamroma Nainggolan (rechts) und Roslinda Sihombing aus Indonesien besuchten die Landeskirchliche Gemeinschaft in Werdohl.

Werdohl - „Vergesst uns nicht: Bitte stehen Sie für uns in Ihren Gebeten ein“, baten die beiden indonesischen Missionsschwestern, welche am Sonntagabend der landeskirchlichen Gemeinschaft einen Besuch abstatteten.

Doch darum mussten sie sich keine Sorgen machen. Das, was sie erzählten, wird den Anwesenden im voll besetzten Gemeindesaal nur allzu gut in Erinnerung bleiben.

Siri Lamroma Nainggolan und Roslinda Sihombing feierten zunächst mit der Vereinten Evangelischen Mission in Wuppertal deren 125-jähriges Bestehen, bevor sie nach Werdohl zum „Nachmittag der Begegnung“ kamen. Dort wurden sie und ihre Arbeit zunächst von Gerda Spelsberg vorgestellt. Heute befinden sie sich in Bethel.

Vor ihrer Rückkehr Mitte November werden sie die verbleibende Zeit noch nutzen, um ihre deutschen Praktikumsstätten noch einmal aufzusuchen. Die eine lernte in den 70er-Jahren in Lüdenscheid, die andere in Krefeld.

Die beiden Schwestern gehören der Volksgruppe Toba-Batak an, welche in Nord-Sumatra lebt.

Schwester Siri ist dort Leiterin eines Altenheims für ehemalige Bibelfrauen und gibt Kurse für Betreuer in der Kinder- und Jugendarbeit. Schwester Roslinda leitet die Ausbildungsstätte einer theologischen Schule in Laguboti am Toba-See, wo sie 111 Studentinnen betreut.

Der größte Teil der indonesischen Bevölkerung, berichteten die beiden in Werdohl, sei muslimisch. Zwar sichere die Verfassung Religionsfreiheit zu, doch erführen Christen dort in ihrer Glaubensausübung auch Einschränkungen. So sei das öffentliche Missionieren verboten.

In der Region, in der die zwei lebten, blieben sie von Gewalt verschont. Andernorts in Indonesien gebe es aber sehr wohl auch Anschläge auf christliche Kirchengebäude. Neue Kirchenbauten seien nur unter größten Auflagen möglich.

Die beiden Missionsschwestern sprachen Deutsch. Teilweise wurde ihr Vortrag den Sauerländern aber auch übersetzt.

Von Michael Koll

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