Indianer stürmen die Realschule

Der Schulleiter am Marterpfahl – die Schüler hatten bei diesem Anblick Spaß, auch die Lehrer nahmen‘s mit Humor.

WERDOHL ▪ Mit wildem Geschrei stürmten die Indianer die Realschul-Sporthalle. Im Schlepptau hatten sie eine Reihe von Gefangenen. Um die „Schwarz-Rot-Gold“-Häute vom Stamme der Abschlussklässler milde zu stimmen, mussten die an den Materpfahl Gebundenen vom Stamme der Lehrer am Donnerstag im Rahmen des Schulspaßes einige Geschicklichkeitsaufgaben erledigen – vom Kirschkern-Weitspucken bis hin zum Bockspringen.

Sehr zur Freude der 70 Abschlussklässler scheiterten die Lehrer jedoch an zahlreichen Aufgaben.

Mehr Bilder vom Sturm der Indianer:

"Indianer" stürmen Realschule

Ihre Bemühungen wurden mit Pfiffen, Johlen und Klatschen begleitet. Zahlreiche andere Schüler aus den unteren Klassen ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

Die Abschlussklässler traten in zwei Gruppen auf: Während die einen Leibchen trugen, auf denen „Wunder gibt es immer wieder“ stand, trugen die anderen T-Shirts, die sie als „A(-bschluss)-Team“ auswiesen.

70 Schüler der Abschlussklassen werden in diesem Jahr entlassen. 46 der Jugendlichen erreichten die Fachoberschulreife, die zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt, wie Schulleiter Bernd Bunge mitteilte. 23 der Absolventen erreichten die Fachoberschulreife, den so genannten Realschulabschluss, ein Schüler beendet die Laufbahn an der Werdohler Realschule mit dem Hauptschul-Abschluss nach Klasse 10.

„Wenn man bedenkt, dass vielleicht zehn der 70 Schüler eine Gymnasialempfehlung hatten als sie zu uns kamen und nun 46 Absolventen die Fachoberschulreife erreicht haben, ist das ein tolles Ergebnis“, so Bunge. Die Realschule bleibe ein Erfolgsmodell.

34 der erfolgreichen Schulabgänger streben nun das Abitur an, 23 wollen die Fachoberschule besuchen, zwölf haben einen Ausbildungsplatz gefunden. Zudem habe sich eine Schülerin des Abschlussjahrgangs entschlossen, nach der Schule ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren.

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