1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Werdohl

In Werdohl fallen bald Dutzende kostenlose Parkplätze weg

Erstellt:

Von: Volker Griese

Kommentare

Der Parkplatz des ehemaligen WK-Warenhauses wird ab Montag gesperrt. Seit der Schließung des Kaufhauses haben viele Autofahrer die Möglichkeit des kostenlosen Parkens dort gerne genutzt.
Der Parkplatz des ehemaligen WK-Warenhauses wird ab Montag gesperrt. Seit der Schließung des Kaufhauses haben viele Autofahrer die Möglichkeit des kostenlosen Parkens dort gerne genutzt. © Volker Griese

Zumindest für Autofahrer hatte die Schließung des WK Warenhauses im vergangenen Jahr einen positiven Effekt: Ihnen standen auf dem Kundenparkplatz des Kaufhauses fortan etwa 60 kostenlos nutzbare Parkplätze zur Verfügung. Damit ist aber jetzt bald Schluss.

Werdohl ‒ Im Frühjahr hatte sich die niederländische Ten Brinke Group, eine im Industrie- und Gewerbebau tätige Baugesellschaft, die Immobilie gesichert. Über die Pläne, die die Niederländer mit dem gut 40 Jahren alten Kaufhaus hatten, wurde zunächst nichts bekannt. Was viele Autofahrer indes begrüßten: Der Parkplatz konnte weiterhin genutzt werden. Das war in der Innenstadt, wo Autofahrer seit 2014 Parkgebühren zahlen müssen, eine willkommene Alternative, denn auf dem ehemaligen WK-Parkplatz konnte man kostenlos parken.

Damit ist es aber ab Montag, 13. Dezember, vorbei. Dann will die Ten Brinke Group den Parkplatz sperren. „Wir haben dort als Eigentümer des Gebäudes die Verkehrssicherungspflicht. Das Gebäude steht aber leer, deshalb können wir die Sicherheit auf dem Parkplatz nicht garantieren“, erklärte Stefan Röttger, Projektleiter bei Tenn Brinke, die Hintergründe dieser Entscheidung. Gefallen ist sie ganz offensichtlich auch vor dem Hintergrund des nahenden Winters. Dann müssten die neuen Eigentümer auch bei Eis und Schnee für eine sichere Nutzung des Parkplatzes garantieren. Die Verkehrssicherungspflicht beinhaltet nämlich, dass bei Schnee und Eis Grundstückseigentümer Vorsorge treffen müssen, um Stürze von Passanten, Mietern, Postboten und anderen Personen auf ihrem öffentlich zugänglichen Grundstück zu verhindern.

Die Zahl der verfügbaren Parkplätze in der Innenstadt nimmt dadurch deutlich ab. Auf dem ehemaligen WK-Gelände konnten zuletzt mindestens 60 Autos abgestellt werden. Deren Fahrer müssen nun wieder auf die gebührenpflichtigen Stellplätze im Umfeld ausweichen.

Über die Zukunft des ehemaligen WK Warenhauses gibt es derweil keine neueren Informationen. Im Sommer hatte ein Sprecher von Ten Brinke klipp und klar erklärt, dass das Gebäude abgerissen werden soll. Ein Erhalt der Mitte der 1970er-Jahre errichteten Immobilie ist offenbar nie eine ernsthafte Option gewesen, ein Abbruch noch im Jahr 2021 allerdings auch nicht. So etwas müsse längere Zeit vorbereitet werden, hatte der Firmensprecher erklärt.

Demnach könnte Ten Brinke frühestens im Jahr 2022 mit dem Abbruch des alten Kaufhauses beginnen und auf das schätzungsweise 6000 Quadratmeter große Areal anschließend einen Neubau setzen, in den dann Geschäfte und andere Mieter einziehen könnten. Die Einschätzung, dass damit dann vielleicht 2024 oder 2025 zu rechnen sei, kommentierte Projektleiter Stefan Röttger mit den vielsagenden Worten: „Dann wären wir sehr zufrieden.“

Auch interessant

Kommentare