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In renovierten Räumen findet jeder preiswerte Kleidung

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Von: Volker Griese

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Sebastian und Carina Gareis passen gerade noch eine Trennwand ein. Malteser und Caritas setzen in ihrem neuen Kleiderladen 2.0 überwiegend auf Regale und weniger auf die hängende Aufbewahrung der Kleidungsstücke.
Sebastian und Carina Gareis passen gerade noch eine Trennwand ein. Malteser und Caritas setzen in ihrem neuen Kleiderladen 2.0 überwiegend auf Regale und weniger auf die hängende Aufbewahrung der Kleidungsstücke. © Volker Griese

Fast zwei Jahre war die Kleiderkammer an der Werdohler Schnurrestraße geschlossen. Der Corona-Lockdown und notwendige Renovierungsarbeiten waren die Gründe, warum die von Caritas und Maltesern betriebene Einrichtung nicht öffnen konnte. Jetzt steht die Wiedereröffnung aber unmittelbar bevor.

Werdohl ‒ Fleißige Helfer haben die frühere Schreinerei des Möbelhauses Jentzsch von Grund auf renoviert. Der freundlich in Weiß mit roten Akzenten gestaltete Raum präsentiert sich jetzt im angesagten Industrie-Stil: Eine Werkbank wurde zum Verkaufstresen umfunktioniert, die Kleidung wird in stählernen Regalen gelagert.

Auf 130 Quadratmetern finden Menschen, die nicht viel Geld für Kleidung ausgeben wollen oder können, dort jetzt wieder Pullover und Hemden, Hosen, Röcke und Kleider, Mäntel und Jacken, Socken, Strümpfe, Schuhe und vieles mehr aus zweiter Hand. Sogar gut erhaltene Kinderwagen, Spielzeug, Hausrat und Kleinmöbel kann man an der Schnurrestraße kostengünstig erwerben. „Zu uns kann man nicht nur mit einem Schein vom Sozialamt kommen“, betont Malteser-Stadtgeschäftsführer Jens Beyer, dass der „Kleiderladen 2.0“, wie die Einrichtung jetzt firmiert, Anlaufstelle für alle sei, die günstig Second-Hand-Kleidung erstehen möchten.

„Damenkleidung haben wir gerade mehr als genug“, gibt Beyer einen kleinen Einblick in den Lagerbestand, der übrigens nicht nur aus bereits getragener Kleidung besteht. Mehrere Modehäuser und Hersteller hätten größere Posten Neuware gespendet, berichtet Beyer und erklärt: „Durch den Corona-Lockdown ist bei denen viel Ware liegen geblieben.“

Bedarf habe der Kleiderladen dagegen an Kinderbekleidung. Dieses Segment wollen Caritas und Malteser auch noch ausbauen. Durch die Coronapandemie habe ja seit zwei Jahren fast kein Kleiderbasar stattfinden können, erläutert Beyer. Deshalb sei zu erwarten, dass die Familien nun im Kleiderladen ihr Glück versuchen. Die Einrichtung könne auch dauerhaft zur Anlaufstelle für Eltern werden, die ihren Nachwuchs kostengünstig neu einkleiden wollen, meint Beyer: „Wir überlegen, ob wir in Zukunft regelmäßig Kinderkleiderbasare veranstalten.“

Ganz abgeschlossen ist die Renovierung der Räume an der Schnurrestraße übrigens noch nicht. Im hinteren Raum, der einmal zur Sitzecke mit kleiner Küchenzeile für die Helferinnen der Caritas werden soll, wartet noch jede Menge Arbeit. „Der Umbau hat aber auch schon richtig Geld verschlungen“, deutet Beyer an, dass das finanzielle Polster aufgebraucht ist. Auf die lange Bank geschoben werden soll auch dieser Teil der Renovierung aber nicht.

Zunächst steht aber nun am Freitag und Samstag, 7. und 8. Januar, die Wiedereröffnung des Kleiderladens 2.0 an. Eine große Eröffnungsfeier wird es zwar nicht vergeben, denn das sei in der augenblicklichen Phase der Pandemie nicht möglich, sagt Jens Beyer. „Das wird aber nachgeholt, wenn die Inzidenzzahlen das wieder zulassen“, versichert er. Wer sich ein Bild vom neuen Kleiderladen machen möchte, hat dennoch am 7. Januar ab 16 Uhr und am 8. Januar ab 10 Uhr Gelegenheit dazu.

Und wer die Second-Hand-Einrichtung von Caritas und Maltesern mit Kleider- oder anderen Sachspenden unterstützen möchte, kann einfach zu den Öffnungszeiten vorbeikommen oder telefonisch unter 0 23 92/97 20 20 oder per E-Mail an service@malteser-mk.de einen Termin vereinbaren.

Öffnungszeiten: Die Öffnungszeiten des Kleiderladens 2.0 sind ab dem 10. Januar immer montags von 9.30 bis 12 Uhr und von 17 Uhr bis 19 Uhr sowie donnerstags von 9.30 Uhr bis 13 Uhr und von 17 Uhr bis 20 Uhr.

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