Spritze gegen Covid-19

Impfungen in Betrieben starten: Großes Unternehmen aus dem MK dabei

Geschäftsführer Carsten Krenz gehörte mit zu den ersten Mitarbeitern von Stauff, die in dieser Woche im Betrieb geimpft wurden.
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Geschäftsführer Carsten Krenz gehörte mit zu den ersten Mitarbeitern von Stauff, die in dieser Woche im Betrieb geimpft wurden.

In einem der größten Werdohler Unternehmen, das auch Standorte in anderen Städten im Märkischen Kreis und darüber hinaus hat, sind jetzt Mitarbeiter gegen Covid-19 geimpft worden. Und es soll noch weitergehen.

Werdohl ‒ Nach der Aufhebung der Priorisierung und der Freigabe des Astrazeneca-Impfstoffs für alle Altersgruppen in der vergangenen Woche, darf das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers in Hausarztpraxen an alle Interessierten verabreicht werden. Parallel beginnen in Werdohl auch in den größeren Unternehmen die Corona-Schutzimpfungen mit Astrazeneca.

So startete in dieser Woche Hydraulikkomponenten-Hersteller Stauff seine innerbetrieblichen Impfmaßnahmen. Ziel des Unternehmens mit Sitz an der Straße Im Ehrenfeld ist es, allen Beschäftigten, die sich gegen Covid-19 impfen lassen möchten, zeitnah ein Impfangebot zu unterbreiten. Für Stauff sind am Hauptsitz in Werdohl, in den Werken in Plettenberg und Meinerzhagen, dem Logistikzentrum in Neuenrade und dem kürzlich eröffneten Digitalstandort in Dortmund derzeit rund 550 Mitarbeiter tätig.

Ein Impfstoff für alle

„Wir können in etwa einschätzen, welcher prozentuale Anteil unserer Belegschaft aufgrund des Alters oder der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe bereits auf anderem Wege, zum Beispiel in einem Impfzentrum oder durch den Hausarzt, geimpft wurde. Mit unserem freiwilligen Angebot richten wir uns nun ausdrücklich an alle verbleibenden Kollegen, unabhängig vom Alter oder sonstigen Faktoren“, führt Niclas von Seidlitz, Personalleiter bei Stauff Deutschland aus. Dies war nach der Aufhebung der Priorisierung für Astrazeneca, mit dem im Unternehmen ausschließlich geimpft wird, möglich geworden.

Die Resonanz auf die Einladungen zu den ersten Impfterminen am Mittwoch, die im Fünf-Minuten-Takt vergeben wurden, war groß. Bereits nach wenigen Stunden waren die 80 zuvor festgelegten Zeitfenster ausgebucht.

Impfkampagne wird fortgesetzt

Doch auch für die Mitarbeiter, denen für diese Woche aus Kapazitätsgründen kein Termin mehr bestätigt werden konnte, könne „Entwarnung“ gegeben werden. Bereits am kommenden Mittwoch, 19. Mai, wird die betriebliche Impfkampagne in gleicher Weise fortgesetzt. Dann kommt erneut ein externes Impfteam – bestehend aus Allgemeinmedizinern und speziell ausgebildeten Impfhelfern – für einen Tag ins Unternehmen und verabreicht den Impfstoff an die Beschäftigten, die sich zuvor kontaktlos über ein Onlineformular angemeldet haben.

Weg zurück in ein normales Leben

„In Abhängigkeit von der tatsächlichen Verfügbarkeit von Impfstoff und freien Kapazitäten bei den Ärzten und Teammitgliedern möchten wir so lange weitermachen, bis von der Belegschaft keiner mehr mit dem Wunsch an uns herantritt, geimpft zu werden“, stellt Niclas von Seidlitz klar.

„Wir haben während der gesamten Corona-Krisenzeit mit ruhiger Hand alle Herausforderungen durch das Virus und durch die Politik gemeistert. Mit dem Impfangebot gehen wir diesen Weg konsequent weiter und hoffen, dass wir unseren Mitarbeitern damit den Weg zurück in ein normales Leben deutlich erleichtern. Wir erwarten, dass mit einer umfassenden Impfung zügig die Einschränkungen zurückgefahren werden“, so Geschäftsführer Dr. Matthias Papenfuss im Gespräch. Das Unternehmen, ein weltweit führender Hersteller von Hydraulikkomponenten, habe auf die sich bietenden Möglichkeiten zur Reservierung und Beschaffung von Impfstoff schnell und umfassend reagiert, um das flächendeckende Impfangebot starten zu können, so Papenfuss.

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