Immer wieder Einbrüche in der Kleingartenanlage Hesewinkel

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Mehrere Lauben in der Kleingartenanlage Hesewinkel waren in den vergangenen Wochen das Ziel von Einbrechern.

Werdohl - Seit Anfang Februar hat es immer wieder Einbrüche oder Einbruchsversuche in die Gartenlauben der Kleingartenanlage Hesewinkel in Pungelscheid gegeben.

Allein innerhalb der vergangenen Woche hat die Polizei mindestens fünf Fälle registriert. Sie reagiert nun auf diese Häufung. Auch der Vorsitzende des Kleingärtnervereins ist alarmiert. 

Der Winter ist normalerweise nicht die Zeit, in der sich Kleingärtner auf ihren Parzellen oder in ihren Lauben aufhalten. Allenfalls hin und wieder schauen sie nach dem Rechten. Dabei ist es zuletzt immer wieder aufgefallen: Unbekannte Täter haben sich gewaltsam Zutritt zu der einen oder anderen Gartenhütte verschafft. Was den Einbrechern dabei in die Hände fiel, war selten wertvoll: eine Wasserpfeife, eine Kiste Cola oder andere Dinge von geringem materiellen Wert. Aus einer Hütte soll aber auch ein Fernsehgerät entwendet worden sein. In einigen Fällen ist es beim Versuch geblieben, dabei ist dann aber trotzdem Sachschaden entstanden. 

„Vor einigen Jahren hatten wir schon einmal mehrere Einbrüche auf unserer Anlage“, erinnert sich der Vorsitzende des Kleingärtnervereins Hesewinkel, Peter Schneider, der damals auch betroffen war. Diesmal ist er selbst verschont geblieben. Nach dem ersten gemeldeten Einbruch ist er aber mit Polizisten über die Anlage gegangen, die durch den Selscheider Weg in zwei Bereiche geteilt wird. Im Schnee seien dann Fußspuren unterschiedlicher Größe entdeckt worden, die die Polizei vermessen habe. „Wir haben dann auch nachgeschaut, ob vielleicht noch mehr Gartenbesitzer betroffen sind, konnten aber nicht viel feststellen“, berichtete er. Das Problem: Er konnte zwar die Hauptwege abgehen, kam aber nicht auf jede einzelne der insgesamt fast 50 Parzellen, weil viele Besitzer diese unter Verschluss halten. 

Einbruchsversuche werden nur nach und nach entdeckt

Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum die Einbrüche und Einbruchsversuche derzeit nur nach und nach entdeckt werden: Die Laubenbesitzer schauen unregelmäßig auf der Anlage vorbei und entdecken dann gegebenenfalls, dass sie ungebetene Gäste hatten. Die Polizei appelliert deshalb jetzt an alle Kleingärtner vom Hesewinkel, auf ihren Parzellen nach dem Rechten zu sehen. „Alle Geschädigten sollten auch Anzeige erstatten“, empfiehlt Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski für den Fall der Fälle den Gang zur Werdohler Polizeiwache. Die Polizei werde in der nächsten Zeit im Bereich der Kleingartenanlage auch verstärkt Kontrollfahrten unternehmen. 

Beim Kleingärtnerverein macht man sich den Angaben des Vorsitzenden Schneider zufolge schon länger Gedanken darüber, wie man sich vor Einbrechern schützen kann. Eine Videoüberwachung oder Beleuchtung der ganzen Anlage könnte vielleicht Abhilfe schaffen. „Das ist aber beides natürlich sehr teuer. Und einer Videoüberwachung müssten auch alle Gartenbesitzer zustimmen – oder wir müssten einige Parzellen digital ausblenden“, nennt Schneider Argumente, die diesen Maßnahmen entgegenstehen. 

Tipps von der Kriminalprävention

Folglich bleibt den Kleingärtnern wohl nur, einen Einbruch so unattraktiv wie möglich erscheinen zu lassen. Sie haben sich diesbezüglich auch schon Tipps von der Kriminalprävention der Polizei geholt. „Wertvolle Gegenstände sollen möglichst nicht in den Hütten bleiben, erst recht nicht über den Winter. Die Klappläden soll man schließen, damit Einbrecher schon von außen sehen, dass drinnen nichts zu holen ist. Und die Sicherung der Türen und Fenster sollte man nicht übertreiben, damit der Schaden nicht noch größer wird, wenn sie doch jemand aufzubrechen versucht“, fasst Vorsitzender Peter Schneider zusammen.

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