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Immer wieder Ärger über Fahrer, die Sperrung ignorieren

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Von: Volker Griese

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An einer Lkw-Schleuse im Bereich Sommerhagen in Werdohl entzündet sich immer wieder Zwist zwischen Anwohnern und unrechtmäßig durchfahrenden Verkehrsteilnehmern.
An einer Lkw-Schleuse im Bereich Sommerhagen in Werdohl entzündet sich immer wieder Zwist zwischen Anwohnern und unrechtmäßig durchfahrenden Verkehrsteilnehmern. © Volker Griese

Für den Unmut der Anwohner hat Martin Hempel ja in gewisser Weise Verständnis, aber das geht für den Leiter von Tiefbauabteilung und Baubetriebshof zu weit: An der LKW-Schleuse zwischen der Straße Am Sommerhagen und dem Birkenweg hat jemand die Sperrpfosten fest in die Bodenhülsen eingeklebt.

Werdohl ‒ Das eigenmächtige Vorgehen des Anwohners verhindert zwar nun, dass Unbefugte sie herausziehen und den eigentlich für sie gesperrten Straßenabschnitt passieren können. Es führt aber auch dazu, dass Rettungsfahrzeuge dort nicht mehr durchfahren können. Und an diesem Punkt ist für Martin Hempel das Maß voll.

„Wir wissen, dass viele Fahrer von Paketdiensten über die Schlüssel verfügen, um solche Pfosten aus ihrer Verankerung zu ziehen“, sagt Hempel. Bekannt sei auch – insbesondere aus dem Bereich Am Sommerhagen – dass sie die Absperrung anschließend nicht wieder herstellen und die Pfosten stattdessen am Straßenrand liegen lassen. Dass das dazu führe, dass dann auch andere Verkehrsteilnehmer diese kürzeste Verbindung zwischen den Stadtteilen Rodt und Versevörde nutzen, sei zwar ärgerlich, rechtfertige aber eben nicht einen solchen Eingriff, der letztlich auch Berechtigten wie Rettungsdienst oder Feuerwehr den Weg versperre.

Zunächst einmal hat der Baubetriebshof nun einen der eingeklebten Pfosten wieder entfernt, um die Passierbarkeit der LKW-Schleuse für Notfälle zu gewährleisten. Die Bodenhülsen müssten nun ausgetauscht werden, was Kosten in Höhe von etwa 1000 Euro verursache, sagte Hempel.

Er hofft, dass die Angelegenheit damit erledigt ist und sich diese Art der Selbstjustiz hoffentlich nicht wiederhole. „Ansonsten müssen wir uns Gedanken über eine andere Lösung machen, vieleicht eine Einbahnstraßenregelung“, meinte Hempel.

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