Immer weniger schwere Verletzungen

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Auf der Stadionstraße ereignete sich einer der wenigen schweren Unfälle des vergangenen Jahres. ▪

WERDOHL ▪ Auf Werdohler Straßen wurden im vergangenen Jahr so wenige Menschen wie schon lange nicht mehr verletzt. Die Polizeiwache Werdohl legte gestern eine sehr günstige Verkehrsunfallstatistik vor.

Wachleiter Wolfgang Sudhaus verweist auf die erfolgreiche Arbeit in Netzwerken, die zur deutlichen Verringerung der Unfallzahlen mit schwer Verletzten geführt haben. In der gesamten Polizeiinspektion herrscht Zuversicht, das Ziel – die Zahl der Unfalltoten bis 2015 um 100 Prozent zu reduzieren – zu erreichen. Zur Bekämpfung der Verkehrsunfälle werden auch gezielt Kräfte der Bereitschaftspolizei eingesetzt. Gemeinsam mit allen beteiligten Behörden wird daran gearbeitet, die Verhältnisse im Straßenverkehr zu optimieren, Unfallstellen zu entschärfen und damit die Unfallstatistik immer weiter zu verbessern.

Die gesamte Zahl der Unfälle ist sogar von 617 im Vorjahr auf 608 gesunken, obwohl auf Landesebene insgesamt die absoluten Zahlen angestiegen waren. Die Gesamtzahl ist landesweit in die Höhe geschnellt, weil es im schneereichen Winter Ende 2010 massenhaft Bagatellschäden gegeben hatte.

Die Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten ist im vergangenen Jahr signifikant gesunken. Zwischen 2007 und 2009 kamen immer zwischen 19 und 23 Menschen schwer zu Schaden, in 2010 waren es nur noch zehn Personen. Auch der Rückgang der Zahl der leicht verletzten Personen ist sehr auffällig. 2010 wurden in Werdohl 43 Menschen leicht verletzt, im Vorjahr waren es 66.

Ein Verkehrstoter in Neuenrade in 2010 verhagelt der Polizeiwache Werdohl, die auch für die Nachbarstadt zuständig ist, die Statistik. Die Bilanz für die Polizeiwache fällt allerdings trotzdem rundherum positiv aus. Die Zahl der Getöteten und Verletzten ist in 2010 erstmals unter die magische Zahl von 100 gesunken. Die Gesamtzahl liegt um 52 Verletzte und Getötete oder 34 Prozent niedriger als im Vorjahr. Darin enthalten sind auch die sehr niedrigen Zahlen von verletzten Kindern und Jugendlichen: Elf Kinder weniger als im Vorjahr wurden verletzt. Zwei verletzte Jugendliche aus Werdohl sind die einzigen in der Jahresstatistik – das ist die geringste Zahl seit Jahrzehnten. Ebenso abgesunken ist die Zahl der verletzten jungen Erwachsenen und der Senioren. Drei Schulwegunfälle in Werdohl kommen hinzu, hier gab es allerdings im Vorjahr keinen einzigen.

Die Zahl der Unfallfluchten steigt seit 2003 kontinuierlich an, allerdings ist die Polizei stolz auf eine überdurchschnittlich hohe Aufklärungsqoute.

Unfallhäufungen gab es in 2010 auf der Kreuzung Plettenberger Straße/Neuenrader Straße, auf der Hauptstraße kurz vor der Brückenstraße und auf der Versestraße Einmündung Eickelsborn.

Volker Heyn

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