Immer viel Rote Beete essen

Stolz zeigt Ahmed El-Raei seinen Spenderausweis: 150 Male wurden ihm dort hinein bereits Stempel gedrückt.

WERDOHL ▪ Zum 150. Mal spendete am Dienstag Ahmed El-Raei beim Deutschen Roten Kreuz Blut. Damit hat er ein besonders seltenes Jubiläum erreicht. In Werdohl jedenfalls ist er der erste, der auf diese Zahl gekommen ist. Von Michael Koll

Der 71-Jährige kam zur Freiheitstraße ins evangelische Gemeindehaus im vollen Bewusstsein darüber, dass er mit seiner jüngsten Spende auf diese beachtliche Zahl kommen würde.

„In meinem Alter muss ich darauf achten, dass meine Hämoglobin-Werte in Ordnung sind“, erklärte er. Deshalb würde er viel Rote Beete essen und gerne Traubensaft trinken, erzählte er weiter.

El-Raei ist gebürtiger Ägypter. 1963 – im Alter von 23 Jahren – kam er nach Deutschland. Seither lebte er stets in Werdohl. Als Betriebsschlosser war er bei Fritz Thomée beschäftigt.

„Zwei, drei Jahre später“, erinnerte er sich, sei seine Frau als ehrenamtliche Helferin bei den Blutspenden des Roten Kreuzes aktiv gewesen. So kam es zu seiner ersten Spende.

Und er blieb fleißig dabei: Vier Mal im Jahr und – nachdem dies erlaubt wurde – später auch sechs Mal jährlich lieferte er seinen roten Lebenssaft ab. Wenn in Werdohl keine Termine anstanden, wich er auch nach Plettenberg, Neuenrade oder Lüdenscheid aus.

Und El-Raei betrieb auch ordentlich Werbung für das Blutspenden. Alle seine drei Kinder gehen regelmäßig zu den Terminen. „Und früher habe ich am Arbeitsplatz auch immer die Terminhefte vom Roten Kreuz verteilt.“ Der ein oder andere Arbeitskollege sei so auch selbst zum Spender geworden.

Das eine Jahr, welches der gebürtige Ägypter noch spenden darf, will er auch weiterhin zu den Terminen kommen. Damit er sich dafür fit halten kann, ist der Sauerländer auch begeisterter Wanderer beim SGV Werdohl.

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