Immer öfter: Parkende Autos machen der Feuerwehr Probleme

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Werdohl - Der Routineeinsatz in Pungelscheid war für die Feuerwehr längst erledigt, als es im Nachgang plötzlich doch noch richtig kompliziert und zeitintensiv wurde.

Die Kreisleitstelle hatte den Löschzug Kleinhammer/Brüninghaus in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch um 2.22 Uhr zur Osemundstraße alarmiert. Die Wehrmänner mussten die Tür einer Wohnung öffnen, weil sich hinter dieser eine hilflose Person befand. Dies war nach wenigen Minuten erledigt und der Einsatz damit beendet – eigentlich. Denn die wirkliche Arbeit für die Ehrenamtler begann nun erst. 

Hatte es bereits auf der Anfahrt Probleme durch teilweise falsch geparkte Fahrzeuge gegeben, ging bei der Abfahrt der großen Einsatzfahrzeuge nichts mehr. „An einem Fahrzeug war aufgrund der Enge der Straße ein Vorbeikommen nicht möglich“, sagte Wehrleiter Kai Tebrün. Die Polizei, die ebenfalls vor Ort war, machte sich auf die Suche nach dem Halter. Dieser war nach etwa einer halben Stunde gefunden. „Es folgte aber leider erst noch eine längere Diskussion, bis der Mann sein Fahrzeug endlich umgeparkt hat und wir den Einsatzort mit unseren Fahrzeugen verlassen konnten“, sagte Tebrün. 

Mittlerweile fast Alltag

Solche Situationen gehörten für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Werdohler Wehr mittlerweile fast zum Alltag. „Parkplatzprobleme gibt es mittlerweile eigentlich fast in allen Werdohler Stadtteilen in bestimmten Bereichen. Das merken wir besonders, wenn nachts die meisten Menschen zuhause sind und wir an den ganzen Autos vorbei zum Einsatzort müssen“, so Tebrün. 

Dies koste teilweise viel Zeit. „Dabei kann es auf Minuten oder gar Sekunden ankommen, wenn beispielsweise eine Menschenrettung aus einem brennenden Gebäude erforderlich ist“, sagte Tebrün. Aus den Gesprächen mit den Falschparkern berichtet der Wehrleiter über immer häufiger fehlende Einsicht und auch mangelnden Respekt den Einsatzkräften gegenüber. „Dieses Verhalten wird immer schlimmer. Und wir sind im Einsatz die Leidtragenden“, so Tebrün. 

Drehleiter besonders problematisch

Besonders problematisch könne es werden, wenn am Einsatzort die Drehleiter benötigt werde. „So wie die Autos an einigen Stellen parken, könnten wir das Gebäude im Ernstfall mit der Drehleiter gar nicht erreichen“, sagte Tebrün

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