Immer noch kein Vertrag

Hier ist noch nichts geschehen: Die Rote Schule steht weiterhin leer und ist nicht renoviert. ▪ Heyn

WERDOHL ▪ Die selbst gesetzte Frist vom 15. April ist verstrichen, noch immer ist der Vertrag zur Nutzung der Roten Schule als Sozialzentrum von keiner Seite unterschrieben. Stadtverwaltung und evangelische Kirchengemeinde geben jetzt finanzielle Schwierigkeiten an, die einen Start der Einrichtung immer weiter hinausschieben.

Bürgermeister Griebsch und Pfarrer Martin Kämper hatten sich Anfang April getroffen, um über die Vertragsbedingungen zu sprechen. Bekanntlich hatte der Rat der Stadt in nicht öffentlicher Sitzung am 21. März einstimmig beschlossen, das Gebäude baulich herzurichten und zum 15. April an die Kirchengemeinde zu übergeben.

Doch der Start der Einrichtung als Diakoniezentrum oder Sozialzentrum ist wieder in einige Ferne gerückt. Bürgermeister Griebsch sagte auf Nachfrage, dass beide Seiten noch Klärungsbedarf in finanzieller Sicht hätten. Bis Ende Mai wolle man jetzt „zu Potte“ kommen.

Über genauere Auskünfte sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Rat hatte beschlossen, dass die Stadt rund 60 000 Euro in die Hand nimmt, um das Gebäude vor allem für die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen aufzurüsten. Die Renovierung des Gebäudes will die Kirchengemeinde mit der Hilfe von Männern und Frauen einer beruflichen Wiedereingliederungsphase bewerkstelligen.

Auf die Frage, ob die Kommunalaufsicht die immerhin 60 000 Euro als freiwillige Leistung der Stadt für die Instandsetzung beanstandet hat, wich Bürgermeister Griebsch nur etwas aus: „Das könnte eine Rolle spielen.“ Weitere Nachfragen beantwortete Griebsch nicht, auch bei der Kirchengemeinde war gestern keine Stellungnahme zu bekommen.

Ende November vergangenen Jahres war die Kirche mit der Idee an die Stadtverwaltung herangetreten, in dem leer stehenden Gebäude der früheren evangelischen Grundschule ein christlich orientiertes Sozialzentrum mit der Tafel, einem Tagescafé und einem Beratungsangebot einzurichten. Sämtliche Gespräche fanden bisher hinter verschlossenen Türen statt. Über den Vertrag, der von der Kirche unterschriftsreif an die Stadt gegeben wurde, ist nichts bekannt. ▪ Volker Heyn

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