Immer mehr Pendler in Werdohl

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Mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze, die es in Werdohl gibt, sind in der Hand von Menschen, die außerhalb wohnen. Fast 4800 Frauen und Männer pendeln täglich in die Stadt.

WERDOHL - Die Stadt zwischen Lenne und Verse bietet 8707 Menschen einen Arbeitsplatz (Daten von Mitte 2012). Knapp weniger – genau genommen: 8674 – leben in Werdohl und sind erwerbstätig. Also brauchen die heimischen Arbeitgeber rechnerisch – 33 „Gastarbeiter“.

Tatsächlich sind es viel mehr, weil auch viele Werdohler tagtäglich zum Arbeitsplatz pendeln. 4753 Frauen und Männer aus Werdohl steigen an jedem Arbeitstag ins Auto, den Bus oder den Zug, um dorthin zu fahren, wo Schreibtisch oder Werkbank stehen. Das bedeutet, dass 54,8 Prozent aller Erwerbstätigen, die an Lenne und Verse wohnen, ihren Wohnort Werdohl verlassen müssen, um zur Arbeit zu kommen.

Exakt 55 Prozent der Arbeitsplätze, die die Stadt bietet, sind vergeben an Menschen, die außerhalb Werdohls wohnen und leben. 4786 Personen sind sogenannte Einpendler (2011 waren es 4713, 2010 noch 4449). 4371 sind Angestellte und Arbeiter, 185 Selbstständige, 124 Beamte und 106 Auszubildende. In 138 Gemeinden – von allen 396 in Nordrhein-Westfalen erfassten – gibt es in Prozent ausgedrückt noch mehr Einpendler.

70,31 Prozent der Menschen, die nach Werdohl kommen, um dort zu arbeiten, sind in produzierenden Unternehmen beschäftigt. Der Rest arbeitet im Dienstleistungsbereich. 69,56 Prozent sind männlich.

Die meisten Einpendler in Werdohl kommen aus Neuenrade (947 Personen), gefolgt von Lüdenscheid (773), Plettenberg (486), Altena (472), Iserlohn (212) und Balve (204).

Bei den Auspendlern steht Werdohl landesweit auf dem Rang 294. Das heißt, dass die Stadt einer erstaunlich hohen Anzahl Menschen, die in ihr leben, auch vor Ort einen Arbeitsplatz bietet. Die Zahl der sogenannten innergemeindlichen Pendler liegt bei 3921.

Die meisten Auspendler (1486 Personen) fahren täglich nach Lüdenscheid, um dort zu arbeiten – gefolgt von Plettenberg (872), Neuenrade (565), Hagen (262), Altena (255) und Iserlohn (152).

Dann folgt schon Dortmund mit 126 Auspendlern, die eine Arbeitsstrecke von 35 Kilometer Länge (einfache Fahrtstrecke) in Kauf nehmen. Von Dortmund nach Werdohl zur Arbeit pendeln sogar 151 Personen.

Landesweit gibt es rund 8,6 Millionen Erwerbstätige. 49,8 Prozent dieser Menschen pendeln werktäglich zum Arbeitsplatz. Dies gab das statistische Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen – IT.NRW – jetzt bekannt.

Kreisweit erhöht sich die Zahl der Einpendler kontinuierlich. Zum Stichtag 30. Juni 2012 waren es 92 767 Personen, die in den MK zur Arbeit pendelten (2010: 86 747). Knapp 60 Prozent der Einpendler sind männlich. Mit 27 852 Personen – gut 30 Prozent – liegt die Altersgruppe der 45- bis 55-Jährigen vorne.

Von Michael Koll

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