Idealbesetzung für Fördermanagement gefunden

Rat soll Beamtenstelle schaffen

Der neue Sachbearbeiter für ein zentrales Fördermanagement soll auch selbst Förderprojekte anstoßen. So soll die Innenstadt wieder attraktiver werden.
+
Der neue Sachbearbeiter für ein zentrales Fördermanagement soll auch selbst Förderprojekte anstoßen. So soll die Innenstadt wieder attraktiver werden.

Auf der Suche nach einem Sachbearbeiter für ein zentrales Fördermanagement im Rathaus ist die Stadt Werdohl offensichtlich einen entscheidenden Schritt weitergekommen.

Um den Wunschkandidaten – oder die Wunschkandidatin – aber auch einstellen zu können, benötigt die Verwaltung noch die Zustimmung des Rates zu einer Änderung des Stellenplans.

Im Juli hatte die Stadt Werdohl die Stelle eines Sachbearbeiters für das zentrale Fördermanagement ausgeschrieben. Die Fördermittelgewinnung ist im Rathaus seit gut 20 Jahren dezentral angesiedelt: Ein Mitarbeiter einer Abteilung hat übergeordnete Aufgaben, ansonsten sind die Aufgaben auf die Fachabteilungen verteilt. Mit einem zentralen Ansprechpartner möchte die Verwaltung das nun ändern. Sie erhofft sich davon, dann zuverlässiger an Fördermittel zu gelangen.

Neue Förderprojekte anstoßen

Das zentrale Fördermanagement soll in allen Fragen des Fördergeschäfts zentraler Ansprechpartner für die Verwaltungsleitung, die Sachbearbeiter, die Projektleiter und für private Investoren sein. Aufgabe ist es, regelmäßig zu prüfen, welche Fördermöglichkeiten es für die Stadt Werdohl gibt und wie die Fördermittel erreicht werden können. Das Fördermanagement soll dabei ausdrücklich auch selbst Impulse geben und neue Förderprojekte anstoßen. Auch alle anderen mit Förderprogrammen im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten, angefangen beim Antrags- und Bewilligungsverfahren über das Projektmanagement bis zum Rückforderungsverfahren, gehören zum Aufgabenbereich.

Bewerbungsverfahren abgeschlossen

Die Stadtverwaltung hatte die unbefristete Vollzeitstelle in der Ausschreibung in die Entgeltgruppe 9b des Öffentlichen Dienstes eingeordnet, was einem tariflichen Bruttojahresverdienst von etwa 45 000 bis 50 000 Euro entsprechen dürfte.

Inzwischen ist das Bewerbungsverfahren abgeschlossen und die Stadt hat auch bereits eine personelle Vorentscheidung getroffen, weil bei der betreffenden Bewerbung so ziemlich alle Voraussetzungen stimmen. Allerdings hat die Sache einen Haken: Die Bewerberin oder der Bewerber – die Verwaltung lässt sich da noch nicht in die Karten blicken – befindet sich in einem Beamtenverhältnis und möchte diesen Status nicht aufgeben. Im Stellenplan der Stadt Werdohl ist derzeit aber keine Beamtenstelle frei.

Jährliche Kosten in Höhe von etwa 61 000 Euro

Deshalb muss am Montag, 13. September, der Rat darüber entscheiden, ob der Stellenplan geändert wird. Die Verwaltung schlägt dem Rat vor, eine Angestelltenstelle in der Entgeltgruppe 9b zu streichen und dafür eine Beamtenstelle der Besoldungsgruppe A11 neu aufzunehmen. Die entstehenden Kosten seien unter Berücksichtigung der höheren Sozialversicherungsanteile bei den Angestellten und der erforderlichen Pensionsrücklagen für Beamte annähernd identisch, versicherte Personalchef Reinhard Haarmann den Politikern in einem Beratungspapier für die Sitzung. Es sei bei beiden Varianten mit jährlichen Kosten in Höhe von etwa 61 000 Euro zu rechnen.

Ratssitzung

Die 8. Sitzung des Rates findet am Montag, 13. September, ab 17 Uhr im Festsaal Riesei statt. Gemäß der aktuellen Corona-Schutzverordnung haben Besucher zum öffentlichen Teil Zutritt, wenn sie gegen Covid-19 geimpft, von der Erkrankung genesen sind oder einen aktuellen negativen Coronatest vorlegen können („3G-Regel“).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare