„Ich habe den Anspruch, nah am Menschen dran zu bleiben“

Während der Gemeindeversammlung im September fand Pfarrer Dirk Grzegorek ein riesiges Publikum. Sehr viele Menschen wollten wissen, wie sich das Gemeindeleben zukünftig gestaltet. Erste Weichen sind dafür sind jetzt gestellt. - Foto: Heyn

WERDOHL -  „Wir haben dafür gesorgt, dass bis Ende des Jahres in der Kreuzkirche, in der Christuskirche und in der Friedenskirche alle Gottesdienste wie geplant gefeiert werden können“, stellt Pfarrer Dirk Grzegorek fest. Nachdem Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg jetzt Werdohl verlassen hat, um eine Pfarrstelle in der Nachbargemeinde Neuenrade anzutreten, muss einiges neu organisiert werden.

„Wie es ab dem kommenden Jahr mit den Gottesdiensten in Werdohl weitergeht, das werden wir im Rahmen einer Presbyteriumssitzung entscheiden“, weist Grzegorek auf die nächste Sitzung dieses Gremiums am Donnerstag, 14. November, hin. Verständlicherweise will der Seelsorger diesem Treffen nicht vorgreifen, allerdings berichtet er im Gespräch mit unserer Zeitung, dass drei Modelle für eine neue Gottesdienstordnung zur Wahl stehen. „Alle drei Modelle haben ihre Schwächen, aber selbstverständlich auch ihre Stärken. Wir werden gemeinsam für die Gemeinde das beste Modell heraussuchen“, verspricht der Geistliche.

Eine erfreuliche Mitteilung konnte Grzegorek bereits den Eltern in der Gemeinde eröffnen: „Der kirchliche Unterricht läuft weiter.“ Dafür werde Gemeindepädagogin Kerstin Sensenschmidt Sorge tragen. „Sie wird sich ab Dezember hauptamtlich gemeinsam mit einem Team um die Kinder und Jugendlichen kümmern“, erklärt der Seelsorger. Das werde auch im Rahmen einer Kooperation zwischen der Kreuz- und der Friedenskirche geschehen. Grzegorek: „Was den kirchlichen Unterricht angeht, besteht diese Kooperation schon länger.“

Fragen bezüglich des Unterrichts können Eltern unter anderem im Rahmen eines Informationsabends in der Kreuzkirche stellen. Dieser ist für Mittwoch, 27. November, geplant.

Alle ehrenamtlichen Helfer, die sich im Bezirk der Kreuzkirche engagieren, sind ebenfalls zu einer Informationsveranstaltung eingeladen: Am Sonntag, 24. November, soll das Treffen gegen 12 Uhr beginnen – im Anschluss an den Gottesdienst. „Dann werden wir über strukturelle Änderungen informieren“, kündigt der Pfarrer im Vorfeld an.

Bereits im Dezember werde sich dann das Presbyterium erneut treffen. „Natürlich kommen jetzt viele Fragen aus der Gemeinde“, stellt Dirk Grzegorek fest. Wie sich das Gemeindeleben verändern werde, nachdem es jetzt in Werdohl nur noch zwei Seelsorger gibt, werde sich erst in der Praxis zeigen. „Theoretisch kann man vieles planen, ob alles dann auch tatsächlich so läuft, wird sich zeigen“, sagt Grzegorek und betont abschließend: „Ich habe allerdings als Kirche den Anspruch, auch weiterhin nah an den Menschen dran zu sein.“

Von Carla Witt

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