„Ich finde das doof“

Einen besonderen Abschied bereiteten Trainerin Maria Lohmann und die Mittänzer der zehnjährigen Alessia Amico, die nun mit ihren Eltern nach Italien auswandern wird.

WERDOHL ▪ Ein wahrhaft einschneidendes Erlebnis wird Alessia Amico am Wochenende haben: Die Zehnjährige wird mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester nach Italien auswandern. Sizilien wird für die Familie zur alten beziehungsweise neuen Heimat werden. Von Susanne Riedl

Für Alessia heißt das in erster Linie: Abschied nehmen von Deutschland, wo sie geboren und aufgewachsen ist und viele Freunde gefunden hat. Freunde, wie ihre Mittänzer in der Hip-Hop-Gruppe der DJK TuS Westfalia Werdohl.

Die bereiteten ihr am Montagabend in der letzten gemeinsamen Tanzstunde einen besonderen Abschied. Alessia erhielt aus den Händen von Übungsleiterin Maria Lohmann die Ehrenurkunde des Vereins für besondere Leistungen.

Schon im Altern von dreieinhalb Jahren war die heute Zehnjährige sportlich aktiv. Damals noch bei der TSG Monopol, in der auch ihre Mutter bereits tanzte. Ein Talent für Rhythmus scheint ihr also in die Wiege gelegt worden zu sein.

Seit 2008 gehörte Alessia kontinuierlich den Gruppen von Lohmann an. Zunächst trainierte die damals Fünfjährige bei den Tanzmäusen mit, wechselte dann zu den Dancing Cats und hatte erst kürzlich beim Werdohler Stadtfest mit der Hip-Hop-Gruppe einen Auftritt.

„Sie war in all den Jahren sehr fleißig, hat sich super weiterentwickelt, viel gelernt und ihre Mittänzerinnen motiviert“, berichtete die Trainerin über ihren Schützling. „Sie wird uns fehlen. Wir werden sie sehr vermissen“, sagte Lohmann und hoffte, dass Alessia auch in ihrer neuen Heimat den Spaß am Tanzen nicht verlieren wird. „Sie ist begabt. Ich hoffe, dass sie weitermacht.“

Alessia ist von den Rückkehrplänen ihrer Eltern nach Italien im Moment jedenfalls noch nicht sehr begeistert. „Ich finde das doof“, sagte die Zehnjährige. Um ihr den Abschied ein wenig zu erleichtern, und ihre deutsche Hip-Hop-Gruppe in Erinnerung zu behalten, überraschten Lohmann und der Tanznachwuchs die Auswanderin mit einer bunten Tasse – randvoll gefüllt mit Süßigkeiten und jeder Menge Briefpapier verbunden mit der Bitte: „Lass von dir hören.“

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