Stadtklinik erhält Silber-Siegel für saubere Hände

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Das Hygieneteam der Stadtklinik Werdohl (in orangefarbenen Shirts) freut sich zusammen mit Pflege- und Verwaltungsleiterin Christine Lehnert, Geschäftsführer Dr. Thorsten Kehe, dem Ärztlichen Direktor Dr. Norbert Pittlick und dem Hygienebeauftragten Dr. Hans-Paul Brauer (hinten von links) über die Auszeichnung.

Werdohl - In der Stadtklinik hat die Einhaltung der Hygienevorschriften höchste Priorität. „Wir nehmen das Thema sehr ernst“, sagt Corinna Schleifenbaum, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Märkischen Gesundheitsholding.

In der vergangenen Woche hatte das ARD-Magazin „Plusminus“ über mangelnde Einhaltung von Hygienevorschriften und gefährliche Keime in Krankenhäusern berichtet. In diesem Zuge hatten die Macher des Magazins auch eine interaktive Hygiene-Karte im Internet veröffentlicht, aus der ersichtlich ist, welche Krankenhäuser in Deutschland die Mindestkriterien einhalten und welche nicht. Fazit: In Werdohl ist alles in Ordnung.

Dass die Sicherheit der Patienten der gesamten Belegschaft der Stadtklinik wichtig ist, zeigt das kontinuierliche Engagement in diesem Bereich, das jetzt mit dem Silber-Zertifikat der „Aktion Saubere Hände“ belohnt wurde. Diese wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance Nosokomialer Infektionen, dem Aktionsbündnis Patientensicherheit und der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen ins Leben gerufen.

Nach Bronze nun Silber

Die Märkischen Kliniken nehmen mit ihren drei Standorten Werdohl, Lüdenscheid und Iserlohn-Letmathe seit 2009 an dieser Kampagne zur Verbesserung der Patientensicherheit in deutschen Gesundheitseinrichtungen teil. „2015 wurden die Kliniken bereits mit dem Zertifikat in Bronze belohnt und haben nun das nächste Ziel, das Silber-Siegel, erreicht“, stellt Schleifenbaum fest. Auch für die in der Stadtklinik tätigen Hygienefachkräfte Iris Strohmaier und Heike Makiolla – beide sind Krankenschwestern mit zweijähriger Fachweiterbildung für Hygiene- und Infektionsprävention – sei die Zertifizierung ein Erfolg beim Kampf gegen multiresistente Erreger.

Hände übertragen Keime

„Die Fachkräfte kontrollieren die Einhaltung der Händedesinfektion bei allen Mitarbeitern der Station. Auf jeder Station finden jährlich 200 Beobachtungen durch die Hygienefachkräfte statt“, erklärt Schleifenbaum. Hauptüberträger von Bakterien seien die Hände. „Die Vermeidung der Übertragung von Erregern und Bakterien über die Hände ist deshalb im Klinikalltag eine große Herausforderung, der man nur mit der vorsorglichen, gezielten und konsequenten Durchführung der Händedesinfektion entgegen treten kann“, erklärt Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken.

Verbrauch wird gemessen

Um die Wirksamkeit der Maßnahmen in diesem Bereich aufzuzeigen, werde der Verbrauch von Händedesinfektionsmitteln gemessen. In der Stadtklinik Werdohl seien 2015 im stationären Bereich 547 Liter Händedesinfektionsmittel verbraucht worden. „Das sind rund 38 Milliliter pro Patient und Tag. Der Mittelwert in Deutschland liegt bei lediglich 26 Milliliter“, so Schleifenbaum.

Neben der Erfassung und Auswertung hygienerelevanter Daten gehörten auch regelmäßige Hygienebegehungen aller Bereiche sowie die Beratung und Schulung aller Mitarbeiter nach den neuesten Erkenntnissen zum Maßnahmenpaket. Hygieneverantwortlicher Arzt der Märkischen Kliniken ist Dr. Dieter Schnalke. Weitere Verantwortliche für die Krankenhaushygiene in der Stadtklinik sind der Ärztliche Direktor Dr. Norbert Pittlik und die Pflegedienst- und Verwaltungsleiterin Christine Lehnert. Die Hygienekommission unter dem Vorsitz von Dr. Schnalke tage regelmäßig. Sie unterstützte die Krankenhausleitung dabei, die organisatorischen und personellen Voraussetzungen für die Erhaltung der Grundsätze der Hygiene im Krankenhaus sicherzustellen.

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