Hupertz wirbt für Urnenwald

Hier möchte Christoph Huperts Urnenbestattung ermöglichen.

WERDOHL ▪ Christoph Hupertz aus Kirchhundem gehören Kapelle und Wald bei Distelnblech. Er möchte in dem Waldstück Urnenbestattungen ermöglichen und hat bei der Stadt um Übernahme der Trägerschaft gebeten, nachdem diese die evangelische und die katholische Kirche abgelehnt hatten.

Vor der Entscheidung der Stadt am Montag im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung äußert sich Hupertz mit einer Stellungnahme.

Er schreibt: „Ein Urnenwald in unserer heutigen Zeit ist ganz normal und selbstverständlich.“ Viele Städte auch in der Nachbarschaft gäben den Bürgern die Möglichkeit, ihre Urne in einem Urnenwald beizusetzen. Hupertz ist der Ansicht, dass sich diese Bestattungsform bewährt habe, viele Menschen machten davon Gebrauch.

Hupertz fragt: „Warum sollen die Werdohler Bürger nicht auch die Möglichkeit bekommen, diese Form der Bestattung wählen zu können!“ Hupertz und sein Werdohler Partner Josef Schütt „möchten die Kirchen in Werdohl mit diesem Urnenwald nicht verärgern“. Es läge ihnen sehr fern, mit den Kirchen in einen Wettbewerb zu treten.

Die Werdohler Verwaltung hat Skepsis geäußert (wir berichteten) und sieht finanzielle Risiken auf die Stadt zukommen. Hupertz ist anderer Ansicht, er schreibt: „Es entstehen der Stadt keine Kosten. Alle Kosten übernimmt der Betreiber. Die Stadt hat ein Mitspracherecht, das heißt, sie entscheidet immer mit, wie dieser Urnenwald betrieben wird.“

Wichtig sei zu erwähnen, so Hupertz, dass durch einen Urnenwald die Stadt Bürgernähe demonstriere. In vielen Gesprächen, die er geführt habe, habe er große Zustimmung erfahren. Hupertz hofft, bei der Sitzung kommenden Montag Zustimmung zu erfahren.

Volker Heyn

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