Auf dem Sportplatz Riesei

Hunderte Betende erwartet: Muslime in Werdohl feiern Zuckerfest

Schon vor einem Jahr mussten die Muslime beim Festgebet auf dem Kunstrasenplatz Riesei unter Corona-Bedingungen ihren höchsten Feiertag begehen.
+
Schon vor einem Jahr mussten die Muslime beim Festgebet auf dem Kunstrasenplatz Riesei unter Corona-Bedingungen ihren höchsten Feiertag begehen.

Die größte islamische Gemeinde in Werdohl wird wie auch im vergangenen Jahr das Festgebet zum Zuckerfest auf dem Fußballplatz auf dem Riesei veranstalten.

Fahrettin Alptekin von der Ditib-Gemeinde rechnet mit einigen hundert Betenden am frühen Morgen des Himmelfahrtstages.

Beim Ordnungsamt beantragt ist eine Veranstaltung etwa in der Zeit von 6.30 bis 7.20 Uhr. Am Mittwochabend werden die Muslime den Kunstrasenplatz vorbereiten und mit Abstandsmarkierungen versehen. Die Gläubigen, die zum Zuckerfest am Festgebet teilnehmen wollen, müssen sich anmelden und auf Listen eintragen. Dass die Muslime ihre eigenen Gebetsteppiche und Masken mitbringen müssen, sind sie schon seit mehr als einem Jahr gewohnt. Alptekin: „Wenn wir in unserer Moschee gebetet hätten, bräuchten wir wegen des Platzmangels fünf oder sechs Durchgänge.“ Das käme zurzeit wegen der Infektionsgefahr überhaupt nicht in Frage: „Gesundheit geht vor. Ich will Kontakte vermeiden. Die Ansteckungsgefahr draußen ist viel geringer.“

Ordnungsdienst im Einsatz

Mit etwa 15 Ordnern, die durch Westen kenntlich sind, wird erst das Parken vor der Sportanlage geregelt und später der Einzug beziehungsweise der Ausgang vom Platz. Es werde ein Pult mit Mikrofon und kleinem Verstärker aufgebaut, erst gibt es eine etwa 15-minütige Predigt von Imam Engin Teke, dann zehn bis 15 Minuten nur die nötigsten Pflichtgebete. „Wir machen das alles so kurz wie es eben geht“, so Altptekin.

Üblicherweise umarmt und küsst man sich nach dem Festgebet, es werden auch Süßigkeiten verteilt – im Pandemiejahr fällt das alles flach, die Muslime gehen beziehungsweise fahren anschließend nach Hause. Zum Festgebet ist jeder Muslim willkommen, die Ditib hat neben den Gemeindemitgliedern auch zum Beispiel in Werdohl lebende Iraner, Iraker, Pakistani und Afghanen eingeladen. Die Gemeinde hofft jetzt nur auf einigermaßen trockenes Wetter – gebetet wird allerdings in jedem Fall.

Zuckerfest auch in den anderen islamischen Gemeinden

Die beiden anderen islamischen Gemeinden Werdohls haben dem Ordnungsamt gegenüber je eigene Gottesdienste zum Zuckerfest in ihren Moscheen angekündigt. Die Milli-Görüs-Gemeinde an der Altenaer Straße wird am Morgen des Himmelfahrtstages Festgebete in der Moschee veranstalten, auf das sonst übliche Fest muss verzichtet werden. Die relativ kleine VIKZ-Gemeinde am Eggenpfad hat zwei Gebetsrunden um 6.15 Uhr und um 7.10 Uhr angekündigt.

Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel sagte auf Nachfrage, dass für alle Gottesdienste in der Stadt drinnen wie draußen dieselben Abstands- und Hygieneregeln gelten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare