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Hunderte Besucher feiern auf gesperrter Straße

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Von: Michael Koll

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Gut besucht war das Fest des Türkischen Sozialvereins Werdohl. Die Brüderstraße war dafür abgesperrt.
Gut besucht war das Fest des Türkischen Sozialvereins Werdohl. Die Brüderstraße war dafür abgesperrt. © Michael Koll

Hunderte Besucher flanieren über die abgesperrte Brüderstraße. Im Schatten der St.-Michael-Kirche sind zahlreiche Essens- und Getränke-Stände, Zelte mit Sitzgelegenheiten und eine riesige Hüpfburg für die Mädchen und Jungen aufgebaut.

Werdohl ‒ Der zweite Internationale Familientag des Türkischen Sozialvereins Werdohl lockt nicht nur Gäste aus dem gesamten Märkischen Kreis ein. „Sogar auch Bochum oder Werl sind Teilnehmer gekommen“, verrät Ex-Vorsitzender Yücel Kücük, der heute nur noch einfaches Mitglied des Vereins ist.

„Bis zur Covid19-Pandemie richtete der Sozialverein jährlich im März ein Frühlingsfest aus“, erklärt Kücük. „Da das nun nicht mehr möglich war, haben wir voriges Jahr zum ersten Mal dieses Familienfest im Sommer auf die Beine gestellt.“

Kücük schaut sich um, nickt sich selbst zufrieden zu und sagt: „Wir wollten einfach bei diesem schönen Wetter und nach der Urlaubzeit ein wenig Zeit mit unseren Familien und untereinander verbringen.“

Sein Fazit war am Ende des ersten Festtages am Samstag – die Veranstaltung fand am Sonntag noch einmal ihre Fortsetzung – ein überaus positives: „Es ist schön, dass alle hier Spaß haben, jeder sich amüsiert und das Fest einfach ruhig abläuft.“

Rund 1000 Besucher erwartet Kücük gemäß der Erfahrung von der Premiere im Vorjahr. „Einen Monat lang haben die Vorbereitungen für das Fest gedauert“, dankt er allen Ehrenamtlern, die sich dafür eingesetzt haben. Gekommen ist auch ein Zauberer aus dem Ruhrgebiet, der Luftballon-Tiere bastelte.

Auf dem Straßenfest steht auch ein Stand, an welchem Canan Bulut gemeinsam mit SPD-Ratsfrau Stefanie Starbatty und weiteren Frauen Waffeln backt. Damit versorgen sie nicht die süßen Zähne der Festbesucher. Sie unterstützen damit auch eine Reihe von kranken Kindern in der Türkei.

Sie alle sind an der tödlichen Spinalen Muskelatrophie erkrankt. „Lediglich eine Spritze wäre nötig, um ihr kaum begonnenes Leben zu retten, doch diese kostet fast zwei Millionen Dollar“, erklärt Bulut. Der lediglich einmalige Pieks bewirkt eine Gentherapie, welche die neurologische Erkrankung kuriert. Starbatty fügt hinzu: „Es wird so viel Geld gespendet, hier ist es auf jeden Fall an der richtigen Adresse –denn Kinder sind bekanntlich unsere Zukunft.“

Wer den kranken Kindern gerne noch helfen möchte, wendet sich an Canan Bulut, Tel. 01 57 / 71 49 82 24.

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