Tiergottesdienst: „Danke, Herr, für meinen Hund“

Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg feierte am Wochenende auf dem Hundeplatz in der Schwarzen Ahe einen Tiergottesdienst, dazu hatte er das Lied „Danke“ umgetextet.

WERDOHL ▪ „Unsere Vierbeiner schauen uns nicht nur vor den Kopf“, predigte Pfarrer Dieter Kuhlo -Schöneberg. Beim Herbstfest der Tierhilfe Spanien hatte er sich bei der Gestaltung des Hunde-Gottesdienstes ganz auf die Tiere und ihre Frauchen und Herrchen eingestellt.

Zum fünften Mal hatte Brigitte Mankus, die das Ein-Personen-Projekt „Tierhilfe Spanien“ betreibt, ein Herbstfest auf dem Gelände des Pudelclubs Schwarze Ahe organisiert. „Wir haben einen guten Andrang“, freute sie sich über Besucher, die aus dem Umkreis, Wuppertal, Dortmund, Oer-Erkenschwick, Bochum und Recklinghausen kamen.

Neu beim jährlichen Fest war dieses Mal der Dortmunder Musiker Markus Draeger, der nicht nur den Hunde-Gottesdienst musikalisch begleitete, sondern darüber hinaus mehrere kleine Konzert-Sets im Laufe des Tages spielte.

Rund um das Gelände fanden sich Stände, die manche Angebote für Tiere und Tierhalter bereit hielten. Nicht alles, was dort zum Kauf bereit stand, hatte allerdings einen thematischen Bezug zur Tierhilfe. Zwar gab es Hunde-Accessoires, eine Physiotherapeutin für Tiere und Tierbilder. Auf der anderen Seite gehörten aber auch Kerzen, Dessous und Schmuck zum Angebot. Letzteren bot Barbara Niclas aus Lüdenscheid aber auch für Hundefans an: Nach einem Foto erstellt sie einen metallenen Kettenanhänger in Form von Bello, Hasso oder Fiffi.

Pfarrer Kuhlo-Schöneberg hatte seinen kurzen Gottesdienst begonnen mit einem Zitat aus Psalm 8. Darin wird erklärt, Gott habe alle Tiere erschaffen. Dann erklärte er, warum Vierbeiner – und insbesondere Hunde – seiner Ansicht nach einem Menschen nicht nur vor den Kopf schauen: „Sie riechen, was eigentlich in unserer Seele vorgeht. Sie verstehen Menschen besser als Menschen.“

Seinen Gottesdienst reicherte der Geistliche mit einer speziellen Version des Liedes „Danke“ an. Darin hieß es: „Danke für alle guten Freunde. Danke, oh Herr, für meinen Hund. Danke, wenn er mich so treu ansieht und er mich auch versteht.“

Von Michael Koll

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