Hüftprothesen ungefährlich

WERDOHL ▪ „In Werdohl wurde bei keinem Patienten ein Hüftgelenk mit Metall-Metall-Paarung eingesetzt“, stellt Dr. Norbert Pittlik, Facharzt für Allgemeine Chirurgie klar. Von Jana Peuckert

Immer wieder seien in der letzten Zeit Anrufe besorgter Patienten bei ihm eingegangen, die wissen wollten, ob sie ein Gelenk mit der Paarung eingesetzt bekommen haben. Grund der Sorge seien Berichte, wonach die Gelenke als gefährlich gelten. Pittlik dazu: „Bei besagter Prothese trifft Metall auf Metall. Das führt zu einem Abrieb, der über das Gewebe ins Blut gelangt.“ Das könne gefährlich sein. Erwiesen sei das jedoch nicht.

Bei den in Werdohl eingesetzten Hüftgelenken diene eine Kappe aus Polyethylen als Knorpelersatz zwischen Gelenkkopf und Pfanne. Das verhindere ein Aufeinandertreffen von Metall und Metall. Zudem werde oft ein Gelenkkopf aus Keramik verwendet.

„Bereits während meines Studiums stand ich der Metall-Metall-Paarung kritisch gegenüber. Deshalb habe ich sie auch nie verwendet“, sagt Pittlik. Die knapp 700 Patienten, die seit der Einführung des Paarungsmodels vor zehn Jahren in Werdohl ein Hüftgelenk bekommen haben, müssten sich deshalb keine Sorgen machen.

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