Holzbläser der Musikschul präsentieren ihr Können

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Aykut Toraman, Jennifer Schmitz und Ben Scheuermann präsentierten als Trio das Stück „Pavane“ des Niederländers Tielman Susato auf ihren Klarinetten.

WERDOHL ▪ Sie waren teils sichtlich nervös, aber ebenso unübersehbar stolz. Die Aufregung sorgte vereinzelt für Verspieler, doch darauf kam es gar nicht an. Vor so vielen fremden Menschen aufzutreten erfordert Mut. Und den haben die Holzbläser der Musikschule Lennetal beim Herbstkonzert im Kleinen Kulturforum am Donnerstagabend ebenso unter Beweis gestellt wie ihre Musikalität.

Von Michael Koll

Martin Theile, einer der beteiligten Lehrer, freute sich bei seiner Begrüßung über die vielen Besucher wie auch Teilnehmer. Und schon stellte er sich selbst ans Instrument und spielte gemeinsam mit Mareike Bott und Melissa Neumann auf drei Klarinetten ein Stück aus der Renaissance: „Allemande en Tripla“ von Johann Hermann Schein.

In Begleitung ihres Vaters meisterte Salome Buschhaus ein höchst anspruchsvolles Stück auf ihrer Blockflöte: das „Converto Nr. 2“ von John Baston. Die bewundernden Blicke ihrer jugendlichen Mit-Musikschüler waren ihr gewiss.

Lea Bahrstadt, fast so groß wie ihr Saxofon, spielte im Anschluss das amerikanische Traditional „Grandfather’s Clock“ sowie Mozarts „Vogelfänger“.

„Pavane“ des Niederländers Tielman Susato interpretierte das Klarinetten-Trio mit Jennifer Schmitz, Aykut Toraman und Ben Scheuermann. Mario Bott gab auf seinem Saxofon „Vivace“ von Georg-Philipp Telemann.

Da ihre Mitmusikerinnen allesamt erkrankt waren, musste Rebecca Rohleder den als Klarinetten-Quartett gedachten „Alten Marsch“ ganz alleine darbieten. Martin Theile unterstützte sie dabei, so gut er konnte.

Nach all der alten Musik, so flachste Theile im Anschluss, käme nun Charts-Ware – mit „Nossa“ von Michel Teló, das Jona Wiechowski auf seinem Saxofon zelebrierte.

Nach einer „Bourrée“ von Johann Sebastian Bach wählte Aniko Metzler mit ihrer Querflöte als zweites Stück „El cóndor pasa“, ein peruanisches Volkslied, welches durch die Simon-and-Garfunkel-Version weltberühmt wurde.

Irischen Ursprungs ist „Morning has Broken“, welches Cat Stevens zum Hit machte. Am Donnerstag spielte ihn Anna-Lena Rohleder auf ihrem Saxofon. Annika Martin interpretierte die „Méditation“ von Charles Gounod mit ihrer Querflöte.

„United“ von Dirko Juchem war die Wahl von Antonia Nägele und Carolin Schauerte an zwei Saxofonen. Mit ihren Querflöten verbreiteten Paulina Frebel und Marek Karzel Urlaubsgefühle. Sie spielten „Caribbean Moonlight“ von Axel Kühn.

Ai-Lan Na-Schlütter gab „Les Syncopes“ von Nicolas Chédeville auf dem Saxofon, bevor Robert Haake zur Oboe griff und die „Sonate Nr. 2“ von Georg Friedrich Händel interpretierte.

Telemann war der einzige Komponist, der zwei Mal an diesem Abend ertönte. Seine „Sonate op. 2“ spielten mit ihren Klarinetten Maike Schulte sowie Lena Klaus.

Ein großes Finale boten schließlich die fünf Saxofonisten Farina Passenheim, Carl Alte, Elias Westphal, Steven Koch und Luca Holzmann. Mit dem Song aus dem Silvester-Stallone-Kino-Erfolg „Rocky III“ – „Eye of the Tiger“ der Band Survivor (1981 geschrieben von Frankie Sullivan und Jim Peterik) – brachten sie Bombast-Rock ins Kleine Kulturforum.

Neben Theile waren folgende Lehrer an dem gelungenen Abend beteiligt: Irmhild Haastert (Querflöte), Nicola Holzmann (Saxofon) sowie Dayong Zhang (Oboe).

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