Holz Rickmeier wird nicht weitergeführt

WERDOHL ▪ Nach Jahren in finanziellen Schwierigkeiten scheint das Ende der Holzgroßhandlung Rickmeier an der Gewerbestraße nun besiegelt.

Rechtsanwalt Markus Pulte, der für den vorläufigen Insolvenzverwalter Andreas Schoss aus Wuppertal tätig ist, sieht absolut keine Chance für eine Fortführung des Betriebs. Geschäftsführer Rolf-Dieter Holthaus hatte schon vor gut zwei Wochen angezeigt, dass seinem Betrieb die Überschuldung drohe. Im Rahmen der gutachterlichen Tätigkeit, die einem förmlichen Insolvenzverfahren vorausgeht, hatte der Rechtsanwalt Kontakt mit dem Werdohler Traditionsbetrieb aufgenommen. „Es war dort nichts mehr zu tun, da war auch niemand mehr“, berichtete Markus Pulte gestern auf Nachfrage unserer Redaktion. Durch Gespräche mit Rolf-Dieter Holthaus habe er erfahren, dass die letzten fünf Mitarbeiter samt Ex-Chef wohl bei einer Lüdenscheider Firma unterkommen könnten. Schon vor einigen Jahren sei der Betrieb hart am Abgrund vorbei geschrammt, hat Pulte erfahren. Damals habe nur ein großzügiger Warenkredit eines Zulieferers geholfen, Holz Rickmeier zunächst weiterzuführen. Jetzt ist aber sämtliches Kapital und die Kredite aufgebraucht, alle Bemühungen haben keinen Erfolg gebracht.

Am 9. März eröffnete das Amtsgericht Hagen aufgrund der Begutachtung durch Pulte das Insolvenzverfahren über Holz Rickmeier. Seitdem hatte Pulte keinen weiteren Kontakt zum ehemaligen Geschäftsführer, der weilte bis einschließlich Sonntag in Urlaub. In der Halle und auf dem Platz liegt kaum noch Material, das Grundstück ist gepachtet und geht an den Eigentümer zurück – Pulte sieht keine Alternative, als den Rest-Betrieb abzuwickeln.

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