Höllmecke-Unfall mit Folgen

WERDOHL ▪ Der 45-jährige Metallarbeiter aus Plettenberg soll Beihilfe zu einem Betrug geleistet haben. Aus diesem Grund musste er sich Dienstag am Amtsgericht in Altena einfinden und sich diesen Vorwürfen stellen. Ihm wurde vorgeworfen, mit einem anderen Autofahrer einen Unfall in Werdohl inszeniert und fingiert zu haben, damit dieser von der Haftpflichtversicherung des Angeklagten Geld abkassieren konnte.

Dem Angeklagten, so die Anklageschrift weiter, sei dafür Geld versprochen worden. Der Unfall, um den es bei Gericht gehen sollte, fand tatsächlich Anfang Dezember 2010 in der Höllmecke in Werdohl statt. Gegen den 45-Jährigen war in dieser Sache ohne Verhandlung ein Strafbefehl von 90 Tagessätzen zu je 30 Euro, einer Gesamtstrafe von stolzen 2700 Euro also, ergangen, gegen den dieser Einspruch eingelegt hatte.

Der Mann war damals mit seinem Fiat Seicento unterwegs, geriet plötzlich in den Gegenverkehr. Ihm kam ein Audi entgegen, der beim Versuch nach rechts auszuweichen in der Leitplanke landete. Knapp 8000 Euro Schaden sollen bei diesem Unfall am Audi entstanden sein, der Fiat bekam keinen Kratzer. Der Unfall wurde der Versicherung des Angeklagten gemeldet und auch der Audi-Fahrer machte seine Ansprüche geltend.

Scheinbar traten aber Ungereimtheiten auch in Bezug auf die Frage nach dem tatsächlichen Fahrer auf.

Vor dem Amtsgericht gab der Angeklagte zu, einen Unfall gehabt zu haben, von einer Absprache mit dem Audi-Fahrer wollte er aber nichts wissen.

Der Vorfall konnte jedoch nicht aufgeklärt werden, bei einem weiteren Termin in einigen Wochen sollen Zeugen zu dem Vorwurf, den Unfall inszeniert zu haben, gehört werden. ▪ gran

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