Steigen 2019 Gas- und Strompreise?

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Für Kunden in Werdohl könnten die Preise für Gas im kommenden Jahr steigen.

Werdohl - Die Werdohler müssen sich für 2019 möglicherweise auf steigende Strom- und Gaspreise einstellen. Der Grund sind gestiegene Einkaufspreise und Netzentgelte.

 „Es ist allgemein bekannt, dass die Gaspreise steigen werden“, sagt Frank Schlutow, Geschäftsführer der Stadtwerke Werdohl. Wie sich das genau auf den Preis in Werdohl auswirkt, könne er momentan noch nicht sagen. Nachdem 2016 und 2017 fallende Gaspreise an die Kunden weitergegeben und der Preis 2018 stabil gehalten werden konnte, müssten im Fall von steigenden Preisen auch die an die Kunden weitergegeben werden. „Das kann man sonst nicht kompensieren“, erklärt Schlutow. Durch eine langfristige Beschaffungsstrategie könne der Preis allerdings weitgehend stabil gehalten werden. 

Auch die Mark-E, Stromgrundversorger in Werdohl, kann laut Pressesprecher Andreas Köster noch keine Strompreiserhöhungen bestätigen. Strom- und Gaspreise setzen sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. Neben Einkauf, Vertrieb und Marge entfallen beim Strompreis fast 80 Prozent auf Steuern und Abgaben, beim Gas sind es fast 50 Prozent. Beim Strom sinkt zwar die Umlage nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG-Umlage) um 5,7 Prozent. Die Ersparnis wird von steigenden Netzentgelten und einer Erhöhung der Offshore-Netz-Umlage aber kompensiert. Hinzu kommen die gestiegenen Bezugspreise. 

Noch schlechter sind die Voraussetzungen bei der Gaspreisberechnung. Neben den steigenden Netzentgelten schlagen die Preisaufschläge beim Gasbezug voll durch. Der Gaspreis ist seit Jahresbeginn an den Börsen um gut 30 Prozent gestiegen. Nach Angaben der Vergleichsportale Verivox und Check24 haben deshalb bereits 30 regionale Versorger Preiserhöhungen von durchschnittlich sieben Prozent angekündigt. Ob die Werdohler von höheren Preisen betroffen seien werden und in welchem Maß diese steigen könnten, wird sich laut Andreas Köster und Frank Schlutow in den nächsten Wochen zeigen. „Die Kollegen im Vertrieb rechnen noch ganz fleißig“, sagt Köster, zudem hätten die Netzbetreiber die endgültigen Strompreise für das kommende Jahr noch nicht veröffentlicht.

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