Arbeiten nach den Sommerferien

Höhenweg-Sanierung: Straßen.NRW will Vollsperrung noch vermeiden

Die Absperrung am Höhenweg wurde in Richtung Werdohl verlängert, um den Hang weiter zu entlasten.
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Die Absperrung am Höhenweg wurde in Richtung Werdohl verlängert, um den Hang weiter zu entlasten.

Aufmerksamen Autofahrern dürfte am Höhenweg aufgefallen sein: Der abgesperrte Bereich, den der Landesbetrieb Straßen.NRW auf der hangseitigen Fahrspur in Richtung Lüdenscheid eingerichtet hat, ist länger geworden.

„Die Absperrung an der L 655 wurde erweitert, um die Verkehrslast des schadhaften Bereiches zu minimieren“, teilt Straßen.NRW-Sprecher Andreas Berg auf Anfrage mit. Es wird inzwischen angepeilt, im August mit der Sanierung zu beginnen.

Schon im Februar hatte die Straßenmeisterei Herscheid festgestellt, dass es im Bereich vor der Forsthauskurve zu einem Böschungsbruch gekommen ist. Es musste geklärt werden, wie belastbar der Hang noch ist. Dafür wurden bereits im April Bohrungen durchgeführt. Das von einer Fachfirma angefertigte Baugrundgutachten bestätigte, dass Handlungsbedarf besteht. Der Hang muss definitiv neu befestigt werden, um ein mögliches Abrutschen zu verhindern. Akute Gefahr bestehe allerdings nicht.

Erweiterung der Absperrung

Die Erweiterung der Absperrung stehe im direkten Zusammenhang mit der Feststellung im Februar, erklärt Straßen.NRW. „Es handelt sich um denselben Sachverhalt, sodass keine neuen Untersuchungen durchgeführt werden müssen.“

Noch immer wird an einer Lösung gearbeitet, wie der Hang wieder befestigt werden kann. „Mittelfristig ist das erarbeitete Konzept der Böschungssicherung mit bewehrter Erde unser Ziel. Dabei werden Geogitter in den Hang eingebracht“, informiert Andreas Berg. Dieses Verfahren ist aber nicht nur aufwendig und kostenintensiv: Vor allem müsste dafür der Höhenweg als wichtige Verbindungsstraße Richtung Lüdenscheid und Autobahn 45 vollständig gesperrt werden – und das will man bei Straßen.NRW zunächst verhindern. Die Planungen sehen daher vor: „Kurzfristig, voraussichtlich nach den Sommerferien, werden wir die schadhaften Bankettabschnitte mit einem einfacheren Verfahren stabilisieren“, erklärt Straßen.NRW. Beginnen könnten die Arbeiten also frühestens Mitte bis Ende August. Ziel der kurzfristigen Lösung ist, dass „die Verkehrsbeeinträchtigungen aufgehoben werden können“.

Steilheit des Hangs ist ein Problem

Ein Realisierungszeitraum für die umfangreiche Sanierung des Hangs steht dagegen noch nicht fest. Allein an der jetzt beschädigten Stelle müsste der Hang auf einer Länge von 40 bis 50 Metern rund 2,5 Meter tief abgetragen werden – inklusive der Fahrbahn. Die Straßenschichten werden später neu aufgebaut. Das Bauvorhaben sei nicht einfach: Weil der Hang so steil ist, muss geklärt werden, welches Unternehmen die Arbeiten überhaupt durchführen kann.

Nachdem Straße und Erdreich abgetragen wurden, sollen nach und nach mehrere Lagen sogenannter Geogitter verbaut werden. Sie bestehen aus Kunststoff und funktionieren im Prinzip wie Stahlgitter in Beton. Sie sorgen dafür, dass das Material in sich stabiler wird und größerer Belastung standhält. Zwischen den Lagen befindet sich immer verdichtete Erde.

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