Hochzeitsstatistik

Mehr Paare gaben sich 2019 das Ja-Wort - und so läuft die Trauzimmer-Sanierung

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Standesbeamtin Bettina von Kalle steht im Trauzimmer im Rathaus an der Stelle, wo sie üblicherweise hinter einem Schreibtisch sitzt und Ehen schließt. Die Fenster sind ausgebaut und werden erneuert, bis Ende Februar kann nur im Kleinen Kulturforum geheiratet werden.

Werdohl – 21 Paare mehr als im Jahr zuvor haben in 2019 in Werdohl geheiratet. Genau 71 Eheschließungen hat Standesbeamtin Bettina von Kalle für 2019 registriert.

In 2018 waren es 70, in 2017 gaben sich 71 Paare das Ja-Wort vor dem Staat. 

Tendenzen kann von Kalle daraus nicht ableiten. In einem Jahr würde mal mehr, im anderen weniger geheiratet. „Woran das liegt, kann ich nicht sagen“, zuckt von Kalle mit den Schultern. Zahlen um die 70 seien allerdings etwas wenig, rund 90 Eheschließungen seien in Ordnung. 

Trauzimmer der einzige Trauort in Werdohl

Geheiratet werden kann in Werdohl ausschließlich im Trauzimmer, einen schöneren Ort gebe es aktuell nicht. Für Ideen ist man bei der Stadtverwaltung offen: „Aber uns ist auch nichts eingefallen.“ Geheiratet wird in der Regel an Freitagen, einmal im Monat wird auch eine Samstagstrauung angeboten. Sonntags kann man nicht heiraten in Werdohl. 

Fünf Frauen haben bei der Stadtverwaltung die Befähigung als Standesbeamtin: Natürlich Bettina von Kalle und Bettina Kölbel von der Abteilung für Einwohnerwesen, aber auch Bürgermeisterin Silvia Voßloh, die Rechnungsprüfungsamtsleiterin Melanie Griebsch und die Mitarbeiterin der Service-Abteilung Andrea Brockhaus. 

Alle Hochzeits-Trends mitgemacht

Ein bis zwei gleichgeschlechtliche Trauungen gebe es pro Jahr, so von Kalle. Sie selbst hat alle Hochzeits-Trends in Werdohl mitgemacht: Die Werdohlerin kam 1991 ins Standesamt und kann im kommenden Jahr ihr 30-jähriges Dienstjubiläum feiern. 

Aktuell werden im Trauzimmer im Rathaus die Fenster saniert, bis Ende Februar soll dieser Teil der Arbeiten im Rathaus aber abgeschlossen sein. Trauungen finden deshalb bis Ende Februar in den Räumen des Kleinen Kulturforums (KKF) statt. Das wissen auch alle Heiratswilligen. Im KKF sei es zwar auch sehr schön, dennoch soll die Nutzung als Hochzeitszimmer eine Ausnahme bleiben. Bettina von Kalle hat schon mal ein Paar dort getraut, weil die Räume dort barrierefrei zu erreichen sind. Durch den Einbau des Aufzugs werde das Trauzimmer im Rathaus auch bald barrierefrei zu erreichen sein. 

2.2.2020: Keine Eheschließungen möglich

Am 2. Februar 2020 kann man nicht heiraten, das ist ein Sonntag. Für den 20. 2. 2020 gibt es wegen des besonderen Datums zwei Anmeldungen. Für den 22. 2. 2020, ein Samstag, gibt es noch keine Anfragen. Beliebt wie eh und je ist der Juni. Für die Samstagstrauung am 20. Juni gibt es bereits vier Anmeldungen.

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