Hochwasser: Westpark nicht in Gefahr

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Auf der Westpark-Baustelle haben sich große Wasserlachen gebildet. Für Peter Erwig von der Stadt Werdohl ist das aber kein Grund zur Sorge. Von einer Überschwemmung des Gebietes könne keine Rede sein.

Werdohl - Der Sturm hat zwar nachgelassen, geregnet hat es aber weiter am Mittwoch und Donnerstag. Das hat dazu geführt, dass der Lenne-Pegel zwischenzeitlich bis auf 2,26 Meter gestiegen ist.

Größerer Schaden ist dadurch in Werdohl aber offensichtlich nicht entstanden. Den Parkplatz an der Goethestraße hatte der städtische Baubetriebshof noch rechtzeitig gesperrt, auch die letzten dort geparkten Autos konnten noch in Sicherheit gebracht werden. Bis der Fluss die Goethestraße fluten würde, ist aber noch Platz: Erst ab etwa 2,70 Meter würde es dort über die Böschung schwappen – wenn der Baubetriebshof nicht vorher den Hochwasserschutz installieren würde. Bis auf die Tatsache, dass die Parksituation in der Innenstadt nun durch den Wegfall der größten Stellfläche ziemlich angespannt ist, ist das erste Hochwasser dieses Winters also ohne Folgen geblieben. 

Auch die Westpark-Baustelle ist – entgegen der Wahrnehmung mancher Werdohler – kaum vom Hochwasser beeinträchtigt. „Es läuft etwas Wasser, das von der Lenne in den Kontrollschacht geschwappt ist, durch die Rohrleitung in den künstlichen Bachlauf hinein. Außerdem drückt parallel zum steigenden Lennepegel das Grundwasser nach oben und natürlich kommt von oben der Regen dazu“, schilderte Peter Erwig von der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement im Rathaus die Situation. Im Großen und Ganzen sei die Lage aber undramatisch: „Die Lenne bleibt in ihrem Bett. Und das Wasser im Westpark steht da, wo es demnächst einmal fließen soll: in dem künstlichen Bach“, sagte Erwig. 

Gesetzlich festgelegtes Überschwemmungsgebiet

Also überhaupt kein Grund zur Sorge? Nicht ganz. „Wenn es noch eine Woche so weiterregnen würde, wie zuletzt, würde der Westpark wohl geflutet. Das würde dann aber auch den Parkplatz an der Goethestraße und den Trog treffen“, sagte Erwig. Er verwies auch darauf, dass das Westpark-Areal gesetzlich festgelegtes Überschwemmungsgebiet sei, ermittelt auf der Basis eines zehnjährigen Hochwasser. Das bedeutet im Klartext: Es ist nicht auszuschließen, dass der Westpark bei Hochwasser überschwemmt wird, statistisch soll das aber nur alle zehn Jahre eintreten. 

Doch solche Statistiken sind eben nie ganz verlässlich. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das Gelände des Westparks schon einmal geflutet worden ist“, sagt Erwig, der seit 30 Jahren in Werdohl ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Gelände ausgerechnet in diesem Winter einmal unter Wasser stehen wird, ist also genauso groß wie eine Überflutung im nächsten oder übernächsten Jahr. Doch das Ereignis kann auch niemals eintreten. Eine regelmäßige Überflutung ist aber sehr unwahrscheinlich.

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