„Hochbeete sollen weichen“

Die Pflanzflächen auf dem Brüninghausplatz sollten nach den Wünschen der Anlieger weichen.

WERDOHL ▪ Mit einer Ideen-werkstatt für die direkten Anlieger am Platz startete am Donnerstagabend die zweite Phase des Bürgerbeteiligungsverfahren zur Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes. 60 Einladungen hatten Stadtplaner Stefan Groß und die beiden Stadtumbaumanagerinnen Anne Behlau und Anna Schwengers an die Bewohner, Immobilienbesitzer und Gewerbetreiben geschickt. Doch nur elf Anlieger waren in das Restaurant Vier Jahreszeiten gekommen. Von Ute Heinze

„Von der Besucherrresonanz waren wir schon ein wenig enttäuscht“, gab Groß gestern im Gespräch mit unserer Zeitung zu bedenken. Doch diejenigen, die der Einladung gefolgt waren, hätten sehr viele kreative Ideen gehabt und waren sehr produktiv, resümierte der Stadtplaner.

Vor allem die Möglichkeiten einer größeren Belebung des etwa drei Hektar großen Innenstadtplatzes hätten die Teilnehmer bewegt. Verschiedenste Feste und Veranstaltungen sollen ihrer Meinung nach zukünftig regelmäßig auf dem Areal stattfinden. Auch der Wunsch nach Außengastronomie in den Sommermonaten sei vermehrt geäußert worden, wie Groß berichtete. Zudem hätte einer der Anlieger vorgeschlagen, den Platz nach der Umgestaltung auch fürs Public-Viewing bei Fußballwelt- oder Europameisterschaften zu nutzen.

Vor allem die Hochbeete müssten nach Meinung der direkten Anrainer weichen. Auch über die Rasenfläche sei diskutiert worden, so Groß. Ganz oben auf der Wunschliste habe die Ausstattung des Platzes mit neuen Sitzmöbeln – wie beispielsweise Liegen zum Chillen – gestanden. Einige Spielgeräte für die kleinen Werdohler dürften natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Teilüberdachung

angeregt

Eine Teilüberdachung des Platzes sei darüber hinaus angeregt worden. Das Element Wasser – so Groß – solle nach dem Willen der Anlieger ebenfalls auf dem Platz erhalten bleiben – wie, hätte das Plenum allerdings offen gelassen.

Auch der Frage, wie der zentrale Innenstadtplatz besser an die Lenne angebunden werden könne, habe sich die Gruppe ausführlich gewidmet. Einer der Teilnehmer hätte den Vorschlag gemacht, einen eigenständigen Weg zu bauen, damit die Werdohler nicht über den Parkplatz des Werdohler Kaufhauses laufen müssten. Dieser neu zu schaffende Weg solle dann einheitlich zum Platz gestaltet werden.

Die Anbindung an den gegenüberliegenden Park sei ebenfalls Thema gewesen. Eine verkehrsberuhigte Zone und vielleicht sogar ein nächtliches Durchfahrtverbote können sich die Anlieger des Platzes gut vorstellen. „Flexibel, heimelig und offen“, brachte Stadtplaner Stefan Groß die Wunschliste der Anlieger und Immobilienbesitzer auf den Punkt.

Am kommenden Montag soll es dann mit einer Ideen-werkstatt für den Arbeitskreis Tourismus und den Bürgerstammtisch weitergehen. Am Donnerstag, 2. Februar, seien dann die Mitglieder des Netzwerkes Einzelhandel gefragt, bevor das Netzwerk Events eine Woche später zusammenkommt. Zudem haben alle Werdohler weiterhin die Möglichkeit, ihre Wünsche und Ideen den Mitarbeiterinnen des Stadtumbaubüro an der Freiheitstraße 5a mitzuteilen. Vorgefertigte Flyer und Postkarten dazu liegen beispielsweise im Rathaus und bei den Einzelhändlern am Platz aus. Zudem freuen sich Anne Behlau und Anna Schwengers zu den Öffnungszeiten – dienstags von 15 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 13 Uhr – über einen Besuch im Umbaubüro. Mails mit Vorschlägen – info@WerdohlBautUm.de – seien ebenfalls willkommen. Am 25. Februar soll dann eine öffentliche Abschlussveranstaltung im Bürgerhaussaal stattfinden.

Anschließend werden verschiedene Planungsbüros aufgefordert, im Rahmen eines Wettbewerbes Entwürfe für die Umgestaltung einzureichen. Dabei sollen die Büros die Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsverfahrens berücksichtigen. Bis zu den Sommerferien – so Stefan Groß –sollen die Entwürfe vorliegen. Ein Preisgericht, bestehend aus den Mitgliedern der verschiedenen politischen Fraktionen, externenen Planungsexperten und Verwaltungsmitarbeiter, wird die Entwürfe bewerten und eine Empfehlung an den Rat aussprechen. Im September solle der Rat über die Vergabe eines Auftrages zur Umsetzung eines der Wettbewerbsbeiträge entscheiden, bevor Anfang 2013 die Bagger auf dem Platz loslegen sollen.

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