So hoch ist die Pro-Kopf-Verschuldung jedes Werdohlers

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Werdohl - Jeder Einwohner Werdohls war Ende 2018 (rechnerisch) mit 4167 Euro verschuldet.

Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung ging laut Statistischem Landesamt IT.NRW damit gegenüber 2017 zwar um 127 Euro leicht zurück (-3,0 Prozent), liegt allerdings noch immer deutlich über dem Landesdurchschnitt von 3402 Euro. 

Die Schulden Werdohls beliefen sich Ende 2018 auf gut 74 Millionen Euro (Vorjahr: 76,3 Millionen Euro). Gegenüber 2017 verbesserte die Stadt zwischen Lenne und Verse ihre Schuldenbilanz damit zwar um knapp 2,3 Millionen Euro. Vergleicht man diese Summe der Verbindlichkeiten jedoch mit dem Schuldenstand der Kommune aus dem Jahr 2008 (56,56 Millionen Euro), bedeutet dies noch immer einen Anstieg von 31 Prozent. 

Erhöhung um knapp 44 Prozent

Die Pro-Kopf-Verschuldung erhöhte sich in diesem Zeitraum wegen der rückläufigen Einwohnerzahl Werdohls sogar um knapp 44 Prozent, nachdem sie 2008 bei 2896 Euro gelegen hatte. 

Ende 2018 beliefen sich allein die Schulden der kommunalen Kernhaushalte auf rund 53,75 Millionen Euro. Die Schulden der Kernhaushalte umfassen Kassenkredite (41,25 Millionen Euro) sowie mittel- und langfristige Kredite (12,5 Millionen Euro). 

So sieht es mit den Krediten aus

Im Vergleich zu 2017 waren die Kassenkredite um 2,4 Prozent und die Kredite um 8,9 rückläufig. 

Gegenüber 2008 (22,25 Millionen Euro) verringerten sich die mittel- und langfristigen Kredite um fast 44 Prozent, während sich die zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe aufgenommenen Kassenkredite (2018: 12,65 Millionen Euro) um mehr als 225 Prozent erhöhten. 

Gut 20 Mio. Euro Schulden ausgegliedert

Ausgegliedert aus den Kernhaushalten sind weitere gut 20,3 Millionen Euro Schulden, die auf Eigenbetriebe und eigenbetriebsähnliche Einrichtungen wie die Stadtwerke oder das Sondervermögen Abwasser entfallen. 

Als Stärkungspakt-Kommune erhält Werdohl seit 2012 jährlich Millionenzahlungen vom Land Nordrhein-Westfalen, um seine Haushaltslage zu verbessern, schaffte so im Haushaltsjahr 2017 eine schwarze Null. Ab 2021 muss der Haushaltsausgleich erstmals wieder aus eigener Kraft gelingen

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