Hinweistafeln an Einfallstraßen sollen Image stärken

+
Ortseingangstafeln wie diese in Neuenrade wünscht sich die SPD-Ratsfraktion auch für Werdohl.

Werdohl - Die SPD-Fraktion hat mit einem Antrag, an den fünf Werdohler Ortseingängen Schilder mit Hinweisen auf Veranstaltungen in der Stadt aufzustellen, teilweise Erfolg gehabt. Die Sozialdemokraten möchten, dass Werdohl die guten Beispiele in Neuenrade und Balve nachahmt.

Bereits in der Sitzung des Hauptausschusses vor zwei Wochen hatte die SPD den Antrag auf den Tisch gelegt, die Haupteinfahrtsstraßen der Stadt mit sogenannten Eingangspforten zu versehen. Ähnlich wie in anderen Städten sollten dort Hinweise auf besondere Attraktionen oder größere Veranstaltungen platziert werden. 

Neuenrade weist an solchen Stellen beispielsweise auf die städtischen Kulturveranstaltungen hin, in Balve wird für Theateraufführungen und Konzerte in der Höhle geworben. So große Werbelifter wie in Balve sollen es für Werdohl allerdings nicht sein, der SPD schwebt eher das Neuenrader Modell mit einer relativ einfachen Stahlrohrkonstruktion und dazwischen gespannten Werbeplanen vor. 

Kosten von 12.500 Euro

Für die Ratssitzung hatte der zuständige Fachbereichsleiter Thomas Schroeder die Kosten für eine solche Lösung ermittelt. Mit rund 2500 Euro pro Stück, insgesamt also 12 500 Euro, sei zu rechnen, berichtete er. Darin seien allerdings noch nicht die Banner enthalten, die für jede Veranstaltung nach Bedarf angefertigt werden müssten. Die müssten die Veranstalter dann selbst beschaffen und finanzieren. 

Das sei eine einfache Maßnahme, um das Image der Stadt zu stärken, war SPD-Ratsherr Jürgen Henke für den Antrag seiner Fraktion. 

Sache für das Stadtmarketing? 

Die WBG-Fraktion konnte sich für die Idee der Sozialdemokraten aber nicht erwärmen. Ihr Sprecher Thorsten Hänel konnte sich allenfalls eine Finanzierung durch das Stadtmarketing vorstellen. Für die Stadt Werdohl komme eine solche Investition nicht infrage, sagte er. WBG-Fraktionschef Volker Oßenberg verlangte eine Gegenfinanzierung, also ein Modell, nach dem die Stadt das investierte Geld wieder hereinholen könnte. 

Vollends überzeugt war offensichtlich auch die CDU nicht von der Idee. Doch immerhin hält die größte Ratsfraktion sie wohl für bedenkenswert. Sie stimmte deshalb zusammen mit der SPD dafür, die Summe von 12 500 Euro im Haushaltsplan bereitzustellen, jedoch mit einem Sperrvermerk zu versehen. 

Der könnte nach einer Beratung und entsprechenden Entscheidung im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) wegfallen. „Dann kann man auch noch über eine Gegenfinanzierung beraten“, bemerkte CDU-Ratsherr Michael Schürmann in Richtung WBG.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare