Hinterhofschlägerei wird zur unendlichen Geschichte

WERDOHL ▪ Der Fall um die am 10. April 2009 auf einem Werdohler Hinterhof entstandene Massenschlägerei zwischen türkischen Landsleuten scheint sich zu einer unendlichen Geschichte zu entwickeln.

Seit Anfang Mai müssen sich drei Brüder wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Altena verantworten. Gemeinsam mit dem nicht verhandlungsfähigen Vater soll das Trio mit Pflastersteinen und Stöcken bewaffnete auf eine Gruppe Bekannter losgegangen sein. Tag eins des Prozesses endete mit einer Vertagung, weil weitere Zeugen geladen werden sollten. Tag zwei war mangels geladener Zeugen binnen weniger Minuten vorbei. Wieder gab es kein Urteil. Jetzt gab es ein drittes Wiedersehen der Beteiligten. Ein Zeuge war erschienen, der angab, am Tattag im Dönerladen, in welchem ein Teil der Angeklagten tätig waren, gegessen zu haben. Plötzlich seien fünf Männer ins Lokal gestürmt, hätten sich über Geld gestritten und alle aufgefordert den Laden zu verlassen. Der 21-Jährige habe Angst bekommen, sei der Aufforderung sofort nachgekommen und abgehauen, weshalb er von der handgreiflichen Auseinandersetzung auf dem Hinterhof auch nichts mitbekommen habe. Erst eine halbe Stunde später sei er zurückgekehrt, um seinen Döner zu bezahlen. Die Verteidiger des Trios beantragten, die Ärzte ihrer Mandanten als Zeugen zu laden. Und so endete auch der dritte Anlauf anstelle eines Urteils mit einer Vertagung. Am 14. Juni geht es nun in die nächste Runde. Eigentlich hatte einer der Angeklagten zu der Zeit in den Urlaub fahren wollen. Daraus wird jetzt aber nichts.

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